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Karabag 500 E

Der Karabag 500 E ist sicher nicht jedem ein Begriff, wobei sich hinter dem Namen ein reinrassiger Stromer versteckt, dessen Optik dann doch bekannt ist. Der Karabag 500 E entpuppt sich nämlich als ein Fiat 500 vierter Generation (2007), der bei Karabag lediglich auf Elektroantrieb umgerüstet wird.

Karabag 500 E

Kurios: So ähnlich der Karabag 500 E dem Fiat 500 ist, zeigt sich das gleiche Design im CARe 500, der ebenfalls auf dem kleinen Italiener basiert und ebenfalls rein elektrisch betrieben wird. Obwohl beide Umrüster aus Hamburg stammen, haben Karabag 500 E und CARe 500 jedoch nichts miteinander gemein.

Karabag 500 E: Umrüsten heißt gleich teuer
Typisch Stromer ist der kleine Karabag 500 E vor allem eines, teuer. Tatsächlich war vor allem die erste Version des Karabag 500 E deutlich teurer als die ersten Elektroautos der großen Hersteller und kostete über 60.000 Euro, für einen Kleinstwagen doch arg happig, wobei nicht mal ESP eingebaut war.

Karabag 500 E

Doch Karabag hat mittlerweile nachgebessert und mit dem Karabag New 500 E die quasi zweite Generation des kleinen Elektroautos auf den Markt gebracht, das optisch zwar nicht anders erscheint, allerdings „nur“ noch runde 43.000 Euro kostet. Zur Präsentation des neuen Modells Ende 2011 war der Karabag New 500 E damit tatsächlich der günstigste Stromer in Deutschland, zumal Karabag auch andere Mankos der ersten Generation verbessern konnte.

Karabag 500 E: Erste und zweite Generation
Bei nahezu gleichen Außenmaßen, die auf dem Basismodell Fiat 500 beruhen, zeigt der Karabag New 500 E doch etliche neue Leistungsdaten. Der Elektromotor leistet neuerdings nur noch 27 statt 41 PS, dafür ist das maximale Drehmoment von 100 auf 148 Nm angestiegen. Spitze und Sprint (von null auf 50 km/h) gibt der Umrüster mit 105 km/h sowie 8,5 Sekunden an.

Karabag New 500 E
Ende 2011: Karabag bringt den New 500 E auf den Markt...

Die Akkus speichern 11 kWh und ermöglichen 100 Kilometer maximal, bei 230 Volt sind die Batterien in fünf bis sechs Stunden neu geladen. Das Konzept des Umbaus eines eigentlich konventionellen Modells statt echter Serienproduktion dürfte allerdings weiterhin ein Manko sein, was nicht zuletzt der Preis zeigt. Tatsächlich sind Serien-Stromer wie Nissan Leaf (37.000 Euro), Renault Fluence ZE (26.000 Euro) oder Renault Zoe (20.600 Euro) zwar ebenfalls nicht billig, aber doch günstiger sowie außerdem größer und leistungsfähiger.

Karabag 500 E: Umrüstung statt Serie ein Manko?
Vergleichbare Kleinstwagen wie Mitsubishi i-MiEV, Peugeot iOn oder Citroen C-Zero mit jeweils rund 29.000 Euro sind noch einmal deutlich billiger als der Karabag 500 E, der neue dritte smart ed (ab Sommer 2012) soll sogar unter 20.000 Euro kosten. Lediglich die GM-Modelle Chevrolet Volt und Opel Ampera sind kaum preiswerter als der Karabag 500 E, bieten als Kompaktmodelle jedoch zum einen mehr Platz, wegen dem Range Extender zum zweiten außerdem mehr Reichweite und Leistung.

Karabag New 500 E

Zumindest die Umrüstung des Fiat 500 auf einen Karabag 500 E wird mittlerweile in Deutschland - wenn auch immer noch nicht im eigenen Hause - und nicht mehr in Italien ausgeführt. Das Prinzip der Umrüstung wurde vom ADAC bereits bei der ersten Generation des Karabag 500 E bemängelt, mitunter war sogar von einer „Bastelbude“ die Rede, die nicht einmal an erste Studien von großen Herstellern wie etwa Mini E oder BMW ActiveE heran reiche.

Karabag 500 E: Fortschritte in zweiter Generation
Die Fortschritte der zweiten Generation des Karabag 500 E dürften neben dem günstigeren (wenn auch nicht günstigen) Preis offensichtlich sein. Ob wirklich alle Mankos des alten Elektromodells wie beispielsweise die hohen Fahrgeräusche von 70 dB (laut ADAC) oder der ehemals lange Bremsweg (100 km/h auf null 41 m) behoben sind, ist derzeit noch unbekannt.

Karabag & Karabag 500 E
Der Erfinder und sein Stromer: Firmenchef Karabag & der 500 E

Obwohl Elektroautos gerade im Sprint gern Topwerte zeigen, macht der Karabag 500 E mit den bereits erwähnten neun Sekunden (von null auf 50 statt 100 km/h) die berühmte Ausnahme, zumindest zeigen sich hier wohl eher keine Fortschritte. Porsche, Lamborghini, Ferrari und Co. werden wohl ebenfalls kaum blass vor (Stromer)Neid...

Karabag 500 E: Pluspunkte des Hamburger Stromers
Einige Pluspunkte bietet der Karabag 500 E aber doch, das Leergewicht des Elektrozwergs mit 1.050 Kilo entspricht trotz Elektroantrieb dem konventionellen 500er, der je nach Ausstattung 940 bis 1.005 Kilo auf die Waage bringt. Als Akkus dienen dem Karabag 500 E Lithium-Polymer-Batterien, während die Konkurrenz wie CARe 500 oder LUIS 4U green auf modernere Lithium-Ionen setzt.

Karabag New 500 E
Hochzeit: Batterie-Einbau beim Karabag New 500 E (© Fotos Karabag)

Zur Sicherheit sind dem Karabag 500 E ABS oder Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags eingebaut, die Heizung wird über Bioethanol betrieben, geht somit nicht zu Lasten von Batterie und Reichweite. Für den Preis des kleinen Stromers gibt es allerdings auch ein deutlich größeres (Premium)Modell von Mercedes, Audi oder BMW...

Datenblatt: Technische Daten Karabag 500 E

Fahrzeug & Maße

  • Klasse: Kleinstwagen, Viersitzer
  • Karosserie: Steilheck, Dreitürer
  • Länge: 3.546 mm
  • Breite: 1.627 mm
  • Höhe: 1.488 mm
  • Radstand: 2.300 mm
  • Spur: 1.414/1.408 mm (vorn/hinten)
  • Gewicht: 1.050 kg
  • Kofferraum: ? l

Motor & Antrieb

  • Motor: Elektromotor
  • Leistung: 20/27 kW/PS
  • Drehmoment: 148 Nm
  • Batterie: Lithium-Polymer-Akkus
  • Kapazität: 11 kWh
  • Ladezeit: 5 bis 6 h bei 230 Volt
  • Antrieb: ?
  • Getriebe: ?

Fahrleistungen & Preis

  • Spitze: 105 km/h
  • 0 - 50 km/h: 8,5 s
  • Reichweite: 100 km
  • Preis: 21.944 Euro zzgl. Akkuleasing (99 Euro/Monat)

zuletzt aktualisiert: 15. März 2014


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