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Volvo C30 Drive Electric

Still und heimlich tüftelte der schwedische Automobilhersteller Volvo in 2010 auf Basis seines Kompakten Volvo C30 an einer Elektroversion, den Volvo C30 Drive Electric. Kurioserweise ist gerade Schweden ein Land, welches aufgrund seiner typisch kalten Winter Elektroautos nicht unbedingt entgegen kommt, gelten doch gerade die Akkus als äußerst empfindlich. Andererseits aber wartet ausgerechnet Schweden eben gerade wegen seiner Winter mit derzeit über 600.000 Ladestationen auf – als Motorwärmer…

Volvo C30 Drive Electric: Keine Serie, aber Tests

Noch jedenfalls ist der Kompakt-Stromer Volvo C30 Drive Electric längst nicht in Serie, anno 2011 aber startet der Hersteller einen großangelegten Praxistest mit gleich 1.000 E-Modellen und das auch noch mitten im schwedischen Winter. Bei der Reichweite des C30 Drive Electric zeigt sich zwar kein neuer Rekord, um die 150 Kilometer aber sind derzeit die Norm selbst bei Serien-Stromern wie Mitsubishi i-MiEV oder Peugeot iOn. Einzig der Opel Ampera brummt über 500 Kilometer auf den Asphalt, wobei der aber wegen seines zusätzlichen Benziners als Generator kaum zu den reinrassigen Elektroautos gezählt werden kann.

Als Antrieb nutzt der Volvo C30 Drive Electric einen E-Motor mit 82 kW respektive 110 PS, bei den Batterien wieder setzen die Schweden auf zwei Lithium-Ionen-Akkus mit je 12 Kilowattstunden, zusammen ergo 24 kWh. Sind die Akkus leer, heißt es die Batterien laden, leider ganze acht Stunden lang.

Von den Daten her braucht sich der Volvo C30 Drive Electric jedenfalls nicht vor der Konkurrenz zu verstecken, einzig die Modelle von Tesla Motors sind da schon einen Tick weiter, was Reichweite und Top-Speed angeht. Die übrigens liegt im VolvoC30 Drive Electric bei 130 Stundenkilometern, was speziell in der Stadt mehr als ausreicht, zumal bis auf Deutschland mittlerweile alle EU-Staaten auch auf der Autobahn selten viel mehr erlauben.

Volvo C30 Drive Electric: Serie oder nicht Serie

Serie oder nicht Serie, dass ist derzeit die große Frage, geht es um die Zukunft des Volvo C30 Drive Electric. Tatsächlich scheint sich der neue Besitzer Geely aus China alles andere als sicher, wie der künftige Markt auf Elektroautos reagiert. Volvo selbst verspricht jedoch auch eine kurzfristige Serienproduktion seines Kompakt-Stromers. Allerdings ist Volvo recht spät dran: i-MiEV, iOn, C-Zero starten just in den Handel, 2011 kommt der Nissan LEAF nach Europa und selbst BMW und Mercedes haben endlich Testflotten auf der Straße.

Vorteil für den Volvo C30 Drive Electric allerdings ist beispielsweise der Punkt, dass der Schwede kein Klein(st)wagen ist, sondern ein größeres Kompaktmodell. In der Optik zeigt sich die E-Version des C30 zudem nicht viel anders als das konventionelle Modell mit Benziner oder Diesel, bis auf den fehlenden Auspuff und die nötige Ladebuchse im Kühlergrill gleichen sich die Kompakten (fast) wie ein Haar dem anderen. Innen hingegen setzt der Volvo C30 Drive Electric durchaus einige Akzente, etwa mit einer Leistungsanzeige statt Drehzahlmesser oder der Anzeige zur restlichen Reichweite der Akkus auf dem Bildschirm des Navi’s.

Der besondere Clou: Selbst wenn die Akkus fast leer sind, kommt im Volvo C30 Drive Electric keine Panik auf, das Navi nämlich zeigt immer die nächste Steckdose an. Ob der Fahrer allerdings immer die Zeit für acht Stunden Akkuladen hat, ist die zweite Frage…

Fahrgefühl und Sicherheit im Volvo C30 Drive Electric

Wer schon länger Auto fährt, wird eines im Volvo C30 Drive Electric vermissen: Das Aufbrüllen des Motors. Typisch Elektroantrieb herrscht im Volvo C30 Drive Electric beim Drehen des Zündschlüssels nämlich nur eines, absolute Stille. Beim Gasfuß aber erwacht das schwedische E-Modell munter zum Leben und powert mit aller Macht los, muss ein Elektromotor im Gegensatz zum Verbrennungsmotor doch nicht erst langsam sein maximales Drehmoment aufbauen.

Tatsächlich ist der Volvo C30 Drive Electric fluchs beim maximalen Drehmoment angelangt, selbst Ferrari und Porsche könnten da fast neidisch werden. In knappen elf Sekunden prescht der kompakte Elektro-Schwede von null auf 100, bei 130 Stundenkilometern jedoch macht der E-Motor schlapp. Topp: Neben null Komma null CO2-Emissionen begeistert der Volvo C30 Drive Electric mit wenigen Geräuschen und typisch Volvo ebenso Sicherheit.

Interessant: Obwohl die Plattform vom C30 noch aus der Zeit mit Ford stammt, hat Volvo diese speziell auf den E-Antrieb noch einmal deutlich optimiert, vor allem was eben die Sicherheit angeht. Die Front etwa wurde verstärkt, die Lithium-Ionen-Akkus sind in einer speziellen Sicherheitsstruktur untergebracht, Crashtests geben den Schweden einmal mehr Recht.

Ob der Volvo C30 Drive Electric aber in Serie geht, liegt zum einen an Neo-Eigentümer Geely, zum anderen ebenso an den Zukunftsplänen von Volvo selbst. Anno 2012 nämlich soll erst einmal ein Hybrid-Modell auf den Markt kommen, der Kombi Volvo V60. Der jedenfalls ist als Plug-in-Hybrid und einer Kombination aus Diesel und Elektromotor geplant, wobei der Hybridantrieb von den Kosten deutlich günstiger ausfällt. Geht der Volvo C30 Drive Electric hingegen als reines E-Modell doch in Serie, dürfte der Verbraucher wohl mit einem Preis von locker 40.000 Euro rechnen…

Datenblatt Volvo C30 Drive Electric

  • Hersteller: Volvo
  • Modell: C30 (Typ M)
  • Produktionszeitraum: 2006 bis heute
  • Klasse: Kompaktklasse
  • Karosserieversionen: Steilheck, Dreitürer

Maße Volvo C30 Drive Electric

  • Länge: 4.266 mm
  • Breite: 1.782 mm
  • Höhe: 1.447 mm
  • Radstand: 2.640 mm
  • Spur: 1.535 mm vorn, 1.531 mm hinten
  • Gewicht: ca. 1.600 kg (konventioneller C30 ab 1.279 kg)

Elektromotor Volvo C30 Drive Electric

  • Leistung: 82 kW/110 PS
  • Drehmoment 220 Nm
  • Beschleunigung: 10,5 Sekunden von null auf 100
  • Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
  • Reichweite: 150 km
  • Verbrauch: ca. 20 kWh/100 km
  • Preis: unbekannt

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