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GuEST Zwischenbilanz: Elektro-Taxis befördern 5.000 Gäste

Elektro-Taxi Stuttgart

Seit 2014 werden in Stuttgart im Rahmen des Schaufenster E-Mobilität „LivingLab BWe mobil“ Stromer als Taxi erprobt. Nun ziehen die Schwaben eine erste Zwischenbilanz und nennen einige recht interessante Zahlen.

Seit 2014 befördern Elektroautos Taxi-Passagiere durch die schwäbische Landeshauptstadt Stuttgart. Rund ein halbes Jahr nach dem Start von GuEST - steht für „Gemeinschaftsprojekt Nutzungsuntersuchungen von Elektrotaxis in Stuttgart“ - im September 2014 nennen die Initiatoren nun Zahlen. So wurden bisher über 5.000 Kundenfahrten absolviert, bei den wieder 24.600 Kilometer zurück gelegt wurden. Samt Betriebsfahrten kommen die Elektroautos sogar auf knappe 50.000 Kilometer.

GuEST Elektro-Taxis: 5.000 Kunden, 50.000 Kilometer

Insgesamt waren die alternativen Taxen mit Elektroantrieb 4.560 Stunden im Einsatz, 1.100 Stunden oder 24,1 Prozent davon mit Fahrgästen. Manfred Hülsmann, Vorstandsmitglied der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart eG:

„Es zeigen sich sehr individuelle Bewegungsprofile und Taxistandplatzwahlen der einzelnen E-Taxis. Erfreulich ist, dass es immer wieder möglich ist, auch längere Fahrten mit dem Elektrotaxi wie vom Kunden gewünscht umzusetzen – auch in die umliegenden Landkreise Esslingen, Böblingen, Göppingen, Ludwigsburg und den Rems-Murr-Kreis.“

Die Elektro-Taxis werden also auch bei Überlandfahrten in die Landkreise der Region Stuttgart eingesetzt. Die Fahrgäste scheinen mit den Elektroautos ebenfalls zufrieden, laut ZIRIUS (Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung) gilt das sogar für über 90 Prozent. ZIRIUS-Direktor Prof. Ortwin Renn:

„Die meisten Fahrgäste äußern sich spontan positiv über das Thema Elektromobilität und begrüßen das Elektrotaxi.“

Kollege und ZIRIUS-Projektleiter Dr. Rüdiger Goldschmidt ergänzt:

„Über 90 Prozent der Kunden äußern sich ausgeprägt zufrieden mit ihrer Fahrt, fast 70 Prozent sind bereit, anderen von ihren Erlebnissen im Elektrotaxi zu berichten.“

90 Prozent zufrieden, 22,4 Prozent würden kaufen

Kleines Aber: Sowie eine bestimmte Handlung mehr Einsatz fordert, sinkt die Bereitschaft - wie bereits aus anderen sozialwissenschaftlichen Studien bekannt. So würden lediglich 41,8 Prozent gezielt ein E-Taxi rufen, nur 40,3 Prozent dafür werben und nur 35 Prozent sich mit der E-Mobilität auseinander setzen. Immerhin: Mehr als ein Fünftel (22,4 Prozent) würden durch die Fahrt motiviert den Kauf eines Elektroautos zumindest überdenken.

Elektro-Taxi Stuttgart

Prof. Renn ist trotzdem optimistisch:

„Unsere Forschungsergebnisse zeigen insgesamt, dass mit einer einzigen Taxifahrt vergleichsweise starke Impulse ausgelöst werden. Allerdings müssen diese Impulse weiter verstärkt werden, wenn man nachhaltige Effekte erzielen möchte.“

Zuletzt sind auch Fahrer und Unternehmen zufrieden, selbst wenn das Projekt die Grenzen der aktuellen Technik zeigt. Unternehmer Günther Mannschreck:

„Für uns als Taxiunternehmer sind die aktuellen Ladezeiten und Reichweiten im Betriebsalltag noch problematisch. Unter anderem ist deshalb aktuell ein echter Mehrschichtbetrieb, wie er mit Diesel-Fahrzeugen üblich ist, mit der jetzigen Flotte der Elektrotaxis noch nicht umsetzbar. Wenn die technische Entwicklung mit Blick auf die Batterie- und Ladetechnologie aber weiter voranschreitet, könnte die Elektromobilität ihre Vorzüge im Taxibetrieb in Zukunft noch besser ausspielen.“

Nicht alles rosig: (E)Technik hat ihre Grenzen

Taxiunternehmen müssen daher zwischen Reichweite und Anschaffungspreis der Stromer abwägen. Der Erfolg hängt somit von technischen Innovationen ab, insbesondere von leistungsstarken E-Fahrzeugen sowie günstigeren Kaufpreisen. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Strompreise wichtig.

Einen Pluspunkt haben die Elektroautos aber sehr wohl, denn Mängel zeigten die Fahrzeuge in den regelmäßigen Untersuchungen - alle drei Monate beziehungsweise spätestens nach 15.000 Kilometern - der DEKRA keine. Dr. Gerd Neumann, verantwortlich für das DEKRA Prüfwesen:

„Die Untersuchung der verschleißrelevanten Baugruppen hat in den ersten Monaten an den noch neuen Fahrzeugen keine besonderen Auffälligkeiten gezeigt. Hierfür werden die weiteren Untersuchungen in der Laufzeit des Projekts aufschlussreicher sein.“

Beteiligt an GuEST sind ZIRIUS von der Uni Stuttgart, FKFS (Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart), die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart eG, die DEKRA, die Robert Bosch GmbH und Daimler. Daimler stellt vier Modelle seiner Mercedes B-Klasse Electric Drive sowie einen Mercedes Vito E-Cell zur Verfügung. Das vom Bund mit 1,12 Millionen Euro geförderte Projekt läuft bis Ende 2015 und ist eines von rund 40 Projekten im baden-württembergischen Schaufenster Elektromobilität LivingLab BW e-mobil.

Bild: DEKRA


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