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Coradia iLint: Zug mit Brennstoffzelle stromert ab 2021

1.000 km unter Strom? Trotzdem ganz ohne Emissionen? Dieses Wunder will Alstom auf die Schiene mit dem Coradia iLint bringen. Der Zug ist mit einer Brennstoffzelle versehen und kommt Ende 2021 auf die Gleise.

Alstom Coradia iLint Brennstoffzellen-Zug

„Die Zu(g)kunft beginnt in Niedersachsen“ hieß es die Tage. Denn in Wolfsburg wurde gefeiert. Und zwar bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, kurz LNVG. Ab Dezember 2021 verkehren für die LNVG insgesamt 14 Brennstoffzellen-Züge vom Typ Coradia iLint zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde sowie Buxtehude. Dann ersetzen die H2-Stromer die Dieseltriebwagen der evb (Elbe-Weser-Verkehrsbetriebe) und senken deren Schadstoffe lokal auf null. Eine Tankfüllung reicht dem H2-Zug für rund 1.000 km, trotzdem fährt der iLint bis zu 140 km/h schnell. Die Versorgung mit Wasserstoff übernimmt eine eigene Tankstelle von Linde.

Alstom Coradia iLint: 1.000 km mit Wasserstoff

Gebaut werden die Züge wiederum von Alstom. Auch die Instandhaltung obliegt Alstom, die Werkstatt stellt die evb in Bremervörde. Erste Prototypen des Coradia iLint sind sogar schon ab Frühjahr 2018 im evb-Netz unterwegs. Billig dürfte der Kauf der 14 Brennstoffzellen-Züge aber nicht werden. Allein das Land Niedersachsen schießt 81,3 Millionen Euro zu.

Olaf Lies, Verkehrsminister Niedersachsen:

„Ab jetzt gibt es im nicht elektrifizierten Schienenverkehr eine echte Alternative zum Dieselbetrieb. Wasserstoff und Brennstoffzellen sind eine ideale Kombination für Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende. Sie ermöglichen das Speichern von Energie und emissionsfreies Bahnfahren. Wir fördern innovative Technologien und leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende im Verkehrssektor. Es freut mich, dass Alstom die Züge in Niedersachsen baut und den Produktionsstandort in Salzgitter weiter stärkt.“

Weitere acht Millionen stiftet das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur). Staatssekretär Enak Ferlemann:

„Emissionsfrei, energieeffizient und kostengünstig – Triebwagen mit Brennstoffzellenantrieb sind eine umweltfreundliche Alternative zu Diesellokomotiven. Um den Wirtschaftsstandort Niedersachsen zu stärken, wollen wir rd. 8,4 Millionen Euro in die Hand nehmen und das Vorhaben der LNVG unterstützen. Die Mittel sollen aus dem Nationalen Innovationsprogramm für Wasserstoff und Brennstoffzellen-Technologie, kurz NIP 2, bereitgestellt werden.“

Coradia iLint: Null Emissionen & bis zu 140 km/h

Alstom ist ebenfalls voll des Lobes über seinen neuen Zug. Gian Luca Erbacci, Senior Vice President für Europa bei Alstom:

„Dieser Tag ist ein echter Durchbruch im Schienenverkehr und ein großer Schritt für eine Veränderung hin zu umweltfreundlichen Mobilitätssystemen. Weltweit ist es das erste Mal, dass ein wasserstoffbetriebener Regionalzug einen Dieselzug ersetzt. Ohne jegliche Emission erreicht er die gleiche Leistung wie ein normaler Regionalzug bei einer Reichweite von 1.000 km. Alstom ist sehr stolz, seinen Coradia iLint in Salzgitter, Niedersachsen, entwickelt zu haben. Wir sind der deutschen Bundesregierung und der niedersächsischen Landesregierung dankbar für ihre durchgängige Unterstützung und das Vertrauen in Alstoms hohe Innovationsfähigkeit“.

Line baut wie gesagt die Tankstelle. Hierfür investiert das Unternehmen zehn Millionen Euro, was wieder vom Bund unterstützt wird. Bernd Eulitz, Vorstand Linde AG:

„Die Verwendung von Wasserstoff für Schienenfahrzeuge ist ein Meilenstein in der Anwendung der Brennstoffzelle für den emissionsfreien Verkehr. Zum ersten Mal wird in signifikantem Umfang und wirtschaftlich tragfähig die Sektorenkopplung mit der Wasserstoff-Infrastruktur umgesetzt. Diese Entwicklung wird den Aufbau einer Wasserstoff-Gesellschaft vorantreiben und neue Lösungen für das Speichern und Transportieren von Energie hervorbringen. Wir sind stolz, Teil dieses Innovationsprojekts zu sein.“

Bild & Video: Alstom


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