BYD Shark: Pick-up mit Plug-in kommt nach Europa

BYD Shark 2026

Zugegeben: Premiere feierte der BYD Shark bereits 2024. Der Marktstart in Europa – und Deutschland – ist aber ebenfalls fix. Interessant ist der China-Lastesel dann allemal, allein wegen seinem Plug-in-Hybrid.

BYD will den hiesigen Pick-up-Markt aufmischen – mit dem Shark. Dieser überzeugt nicht nur mit Design, sondern vor allem mit Technik. Hier besonders mit einem Plug-in-Hybrid, der mehr als potent ist. Unbekannt ist der kommende Konkurrent zu Ford Ranger oder Toyota Hilux jedenfalls längst nicht mehr. Sein Debüt gab das Arbeitstier bereits 2024 in Mexiko, wo er seither auch schon beim Händler steht.

Die Konkurrent steht längst fest…

Den Vergleich mit Ranger, Hilux und Co. braucht der Chinese jedenfalls nicht scheuen. Die Länge des BYD Shark misst 5,46 m, Breite und Höhe 1,97 bzw. 1,93 m. Der Radstand exakt 3,26 m. Offroad hat der Chinese ebenfalls keine Probleme – dank kurzer Überhänge und 23 cm Bodenfreiheit. Wobei diese einen Böschungswinkel von 31 (vorn) bzw. 19.3 Grad (hinten) ergeben. Apropos: Der Pick-up baut auf einen klassischen Leiterrahmen auf. Davon ab zieht das 2,7-t-Ungetüm bis zu 2,5 t Anhängelast. Die Ladefläche kommt auf 1,5 m bzw. 1.200 l, die Nutzlast beträgt bis zu 790 kg.

Optisch zeigt sich der Doppelkabiner bullig und kantig. Die hoch angesetzten LED-Scheinwerfer verbindet ein Lichtband. Dazwischen: der Grill mit dem großformatigen Schriftzug BYD. Wobei der Grill zusammen mit dem Stoßfänger ein aufgerissenes Haimaul symbolisieren soll, die Scheinwerfer wiederum die Augen des Raubtiers. Auch im Heck fallen die Rücklichter, eine breites Leuchtenband und das größte jemals genutzte BYD-Logo auf. Die Kotflügel zieren typische Kunststoffplanken. Den Kontakt zur Straße gewähren 18-Zöller.

BYD Shark kommt mit zwei Screens

Das Interieur bestimmen die Screens der digitalen Instrumente (10,25 Zoll) sowie des Infotainments (15,6 Zoll). Smartphones sind drahtlos per Apple CarPlay oder Android Auto integriert. Diese sind zudem induktiv zu laden. Etliche Features im BYD Shark sind per Sprache steuerbar, einige wie Klima oder Heizung außerdem per BYD-App.

BYD Shark digitale Instrumente

Der Fahrer greift in ein unten abgeflachtes Lenkrad, das zudem etliche Bedienelemente enthält. Die Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer verspricht ein Staufach und Haltegriffe.

Super-Hybrid DMO mit 436 System-PS

Als Antrieb dient der Super-Hybrid DMO (Dual Mode Off-Road), der auch (bzw. vor allem) für „anspruchsvolles Gelände“ taugt. Bekannt ist die Technik aus den DM-i-Modellen von Seal und Sealion oder dem neuen SUV Bao 5. Der Hybrid besteht jedenfalls aus einem 1,5-l-Turbobenziner mit vier Zylindern und zwei E-Motoren auf Vorder- und Hinterachse.

Der Otto liefert 150 PS und 240 Nm, die E-Maschinen 231 PS und 310 Nm (vorn) bzw. 204 PS und 340 Nm (hinten). So liegen im Fazit – neben Allrad – 436 PS und 650 Nm an, die den BYD Shark in 5,7 Sekunden von null auf Tempo 100 beschleunigen. Die Spitze gibt der chinesische Hersteller mit 180 km/h an. Der Allrad verteilt dabei die Kräfte automatisch nach dem Untergrund (Sand, Schlamm, Schnee, Schotter). Als Energiespeicher dient schließlich die BYD-eigene Blade-Batterie mit 32,2 kWh, die 90 km reich elektrisches Fahren erlaubt. Insgesamt sind bis zu 675 km Reichweite möglich. Wobei der Antrieb vier Modi verspricht:

  • EV-Modus: Der Antrieb erfolgt rein elektrisch.
  • HEV-Serienmodus: Der Verbrenner dient als Generator und versorgt E-Motoren oder Batterie.
  • HEV-Parallelmodus: Verbrenner und E-Motoren wirken gemeinsam als Antrieb.
  • Verbrenner: Der Otto wirkt bei hohem Tempo wie auf der Autobahn als Antrieb.

Laden ist mit 55 (DC) bzw. 11 kW (AC) möglich. So ist der Akku in 21 Minuten (30 – 80 %) respektive „etwas mehr als drei Stunden“ (15 – 100 %) geladen. Apropos: Den Verbrauch gibt BYD – zumindest bei vollem Akku – mit nur 3,5 l/100 km an. Bei „nahezu entladener Batterie“ steigt der Durst des BYD Shark freilich auf 9,6 l/100 km. Per V2L sind dafür wieder externe E-Geräte mit bis zu 6 kW versorgt.

BYD Shark: Assistenten, Preis, Marktstart

Sicherheit versprechen moderne Assistenten wie

  • ein intelligenter und adaptiver Tempomat,
  • 360-Grad-Überwachung,
  • Querverkehrswarner mit Notbremsfunktion vorn und hinten,
  • Front- und Heckkollisionswarner,
  • Spurhalteassistent mit Notfall-Spurhalter,
  • Totwinkelüberwachung und
  • Berganfahrhilfe.

BYD Shark Cockpit
Dazu kommen sieben Airbags, Isofix-Befestigungen auf den Rücksitzen (außen), Kindererkennung im Fahrzeug und ein Reifendruckkontrollsystem.

Stecker-Pick-up startet noch in 2026

Hierzulande soll der Chinese noch in 2026 zu haben sein. Preise zum BYD Shark sind noch keine offiziell. In Mexiko startet das Arbeitstier bei rund 50.000 Euro.

Offiziell sind dafür bereits die hiesigen Ausstattungslinien – es gibt nur eine. Serie sind Sitze mit veganem Leder, vorn mit Heizung und Belüftung. Außerdem ein Dynaudio Soundsystem mit zwölf Lautsprechern, die digitalen Instrumente (10,25 Zoll) und Head-up-Display. Dazu kommen der Touchscreen in 15,6 Zoll samt Navi, Sprachsteuerung und kabelloser Smartphone-Einbindung. Sowie die BYD-App, eine 50-Watt-Wireless-Ladeschale für Smartphones, Einparkhilfe vorn und hinten, schlüsselloser Zugang und schlüsselloses Starten.

Farblich ist Atlantis Blue Serie, extra gehen Obsidian Black, Polar White, Grey Green und Sunrise Orange. Die 18-Zöller sind in Schwarz-Silber gehalten, gegen Aufpreis komplett in Schwarz.

Bilder: BYD

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