Mazda MX-30 R-EV: Aus für den Range Extender

Mazda MX-30 R-EV: Aus für den Range Extender

Das Aus für den nächsten „Stromer“. Mazda stellt – nach dem vollelektrischen MX-30 – nun auch den MX-30 R-EV ein. Und zwar in ganz Europa. Ein Grund ist wie so oft die mangelnde Nachfrage. Aber nicht nur.

Ende 2024 nahm Mazda den MX-30 aus dem Handel. Seither war der kompakte Crossover – zumindest bei uns – nur noch als Range Extender bzw. Mazda MX-30 R-EV zu haben. Nun stellen die Japaner auch diesen ein. Zwar ist das Modell noch auf der deutschen Webseite des Herstellers zu finden, allerdings nur noch mit der Möglichkeit „Angebot anfragen“. Eine individuelle Konfiguration ist nicht mehr möglich.

Europa-Aus für MX-30 Range Extender

Laut electrive.net in Berufung auf Autocar liegt das Europa-Aus des Halb-Stromers übrigens nicht nur an der schlechten Nachfrage. Vielmehr gäbe es eine „Kombination von Gründen“. Neben schwachen Verkaufszahlen in Europa wären das Trends sowie „Produktionsprioritäten“. Auch die Fertigung für den Heimatmarkt Japan würde derzeit pausieren, soll aber im Sommer wieder starten.

Der MX-30 war jedenfalls 2019 Mazdas erster (Voll)Stromer. Wobei die Japaner ihren eigenen Weg gingen und den Akku nur so groß wie (vermeintlich) nötig designten. „Rightsizing“ nannte man dieses Prinzip bei Mazda. Allerdings versprach die 35,5-kWh-Batterie nur 200 km Reichweite. So degradierte Mazda den MX-30 quasi selbst zum Zweitwagen für die Stadt sowie für Käufer mit eigener Wallbox. Entsprechend verschwand die vollelektrische MX-30-Version schon 2023 in den USA vom Markt. Deutschland, Spanien und die Niederlande folgen im Dezember 2024.

Mazda MX-30 R-EV schaffte 650 km

Mit dem (schon vorweg geplanten) Range Extender-Modell MX-30 R-EV wollte Mazda das Reichweitenmanko beheben. Zwar schrumpfte der Akku auf 17,8 kWh und damit 85 km Reichweite. Dank zusätzlichen Wankel-Verbrenner sollten jedoch bis zu 680 km möglich sein. Wobei der eigentliche Antrieb generell elektrisch erfolgte.

Ein weiteres (von Mazda nicht genanntes) Problem dürfte außerdem der Preis gewesen sein. Sowohl Mazda MX-30 wie Mazda MX-30 R-EV waren in Deutschland erst ab 35.990 Euro erhältlich. Trotz dem kleinen Akku.

Bei seinen neuen Stromer setzt Mazda übrigens vorerst auf fremde Technik. Mazda6e sowie Mazda CX-6e setzen auf Komponenten der China-Größe Changan, mit der Mazda ein Joint Venture unterhält. Eine Inhouse-Lösung ist mit der „Skyactiv EV Scalable Architecture“ zwar in Mache, soll sich jedoch bis 2028 verzögern. Mindestens.

Bild: Mazda – Quelle: electrive.net

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