Es war angekündigt, nun lässt Nissan den Worten Taten folgen. Mit dem Nissan Micra VI (2026) kehren die Japaner zurück ins europäische B-Segment. Bestellungen sind ab sofort sowie ab 27.990 Euro möglich.
Rein elektrisch und voll vernetzt: So rollt der Micra sechster Generation in den europäischen Handel. Dennoch bleibt sich die Neuauflage laut Hersteller treu. Wobei vieles bekannt ist: Technik und die AmpR-Plattform erinnern nicht zufällig an den Renault 5.
frische und eigenständige Optik
Der „Neue“ zeigt laut Nissan jedenfalls eine „frische Optik“ und ein „charakterstarkes Design“. Außerdem ein paar SUV-Anleihen, ausgeprägte Radkästen und eine „markante untere Leiste“. Dazu spendieren die Japaner 18-Zöller in zwei Versionen. Mit „Active“-Radkappen sowie als Leichtmetallfelgen „Iconic“.
Was bleibt, sind die leicht hervorstehenden Scheinwerfer samt einem kurzen, pulsierenden „Willkommensblinken“ beim Nähern des Fahrers. Die Rücklichter zeigen wiederum ein „ein schlichtes, aber kunstvolles LED-Lichtdesign mit kreisförmigen Lichtelementen“. Farblich stehen dem Mini-Stromer 14 Optionen parat. Pure White, Elegant Silver, Mystery Black, Noble Marine, Authentic Blue und Rebel Red. Je nach Ausstattung außerdem zweifarbige Lackierungen mit einem schwarzen oder grauen Dach.
Den Innenraum hält Nissan eher schlicht. Subtile, versteckte Designelemente weisen auf die japanische Herkunft hin. So zum Beispiel die eingearbeitete Silhouette des Mount Fuji im Stauraum zwischen den Vordersitzen. Der Fahrer greift in ein Dreispeichen-Lenkrad, hinter dem digitale Instrumente auf einem frei konfigurierbaren Display aufblitzen. Dieser misst je nach Ausstattung 7 oder 10,1 Zoll. Mittig daneben: ein Touchscreen in 10,1 Zoll zur Bedienung von Navigations-, Audio- und Telefonfunktionen.
Nissan Micra VI (2026): zwei Akkus
Länge und Breite verrät Nissan übrigens mit 3,97 und 1,77 m. Den Radstand mit – für das Segment – satten 2,54 m. Erhältlich ist der neue Micra zudem allein als Fünftürer. Der Kofferraum fasst 326 l, bei umgeklappten Rücksitzen (40:60 teilbar) sogar bis zu 1.106 l.

Beim Akku bieten die Japaner wieder zwei Optionen: 40 und 52 kWh. So sind bis zu 408 km (WLTP) möglich. Schnellladen geht mit bis zu 80 kW beim kleinen bzw. sogar bis zu 100 kW beim großen Akku. So dauert das Laden von 15 auf 80 Prozent „nur rund 30 Minuten“. Beiden Akkus gemein ist eine Wärmepumpe sowie Batterieheizung und -kühlung. Außerdem V2L-Technologie (Vehicle-to-Load), welche das Betreiben externe E-Geräte erlaubt.
| Akku | 40 kWh | 52 kWh |
| Leistung | 90 kW/122 PS | 110 kW/150 PS |
| Drehmoment | 225 Nm | 245 Nm |
| Sprint 0-100 km/h | 9,0 s | 8,0 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 150 km/h | 150 km/h |
| Reichweite (WLTP) | 317 km | 416 km |
| Verbrauch | 14,2 kWh/100 km | 14,7 kWh/100 km |
| Leergewicht | 1.400 kg | 1.524 kg |
Per Knopf am Lenkrad ist zudem die Fahrcharakteristik des Nissan Micra VI (2026) veränderbar. Die verschiedenen Modi passen Leistung und Drehmoment, Gaspedal und Lenkung an. Außerdem Ambientebeleuchtung, Displayfarben und die angezeigten Informationen. Standard ist der Komfort-Modus, der die optimale Balance aus Ansprechverhalten und Effizienz verspricht. Weitere Modi sind Sport, Eco und Perso, wobei der letzte an die eigenen Vorlieben anpassbar ist. Dank e-Pedal kann der Stromer zudem in der Regel mit nur einem Pedal beschleunigt und verzögert werden.
Vernetzung und Assistenten
Für ein „vernetztes Fahrerlebnis“ sorgen unter anderem NissanConnect sowie integrierte Google-Dienste wie Google Maps. Updates „over the air“ halten die Karten aktuell. Vieles ist bequem per Sprachsteuerung Google Assistant bedienbar. Zum Beispiel Klima, Navi, das Versenden von Nachrichten oder auch das Verbinden mit Smart-Home-Geräten.
Dazu verspricht Nissan ein breites Angebot an Apps, die bei Google Play zum Download parat stehen. Ebenfalls Standard ist die App NissanConnect Services, mit welcher Infos wie Akkustand oder Fahrzeugstandort auf dem Smartphone abrufbar sind. Sowie obendrein Klimatisierung und Ladeplanung aus der Ferne steuerbar sind. Apropos: Per Apple CarPlay und Android Auto sind Smartphones ins Infotainmentsystem einbindbar.

Sicherheit garantiert schließlich das System Nissan ProPilot Assistant mit Navi-Link. Dieser enthält unter anderem
- Spurhalteassistent,
- adaptive Geschwindigkeitsregelung und
- Notbremser.
Weitere Funktionen verrät Nissan mit
- autonomen Notbremsassistenten,
- Notfall-Spurhalteassistenten,
- intelligentem Geschwindigkeitsassistenten sowie
- Müdigkeitserkennung.
Außerdem besitzt der Nissan Micra VI (2026) Totwinkel-, Spurwechsel- und Ausstiegswarner, einen autonomen Notbremsassistenten hinten und einen Querverkehrswarner hinten.
Elektro-Micra startet ab knapp 28.000 Euro
Eingepreist ist die Neuauflage schließlich ab 27.990 Euro. Erhältlich sind neben den zwei Akkus drei Linien: Engage, Advance sowie Evolve. Schon das Basismodell enthält das Infotainmentsystem mit dem 10,1-Zoll-Screen und das Fahrerinfo-Farbdisplay in 7 Zoll. Außerdem die kabellose Smartphone-Integration per Apple CarPlay und Android Auto und das schlüssellose Zugangssystem i-Key. Ferner Klimaautomatik mit Fern-Vorklimatisierung, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, LED-Rückleuchten, beheiz- und elektrisch verstellbare Außenspiegel sowie dunkel getönte Scheiben im Fond. Ebenfalls Serie: ein 11-kW-On-Board-Ladegerät.
Sicherheit und Komfort versprechen sechs Airbags sowie moderne Helfer wie
- ein autonomer Notbremsassistent,
- Spurhalteassistent,
- Spurverlassenswarnung,
- Fahrerüberwachung,
- Berganfahrassistent,
- Einparkhilfe hinten und
- eine elektrische Parkbremse.
Ab der Linie Advance (ab 29.990 Euro) kommen Schaltwippen am Lenkrad (Rekuperation) und das Fahrerdisplay in 10,1 Zoll dazu. Außerdem eine kabellose Smartphone-Ladestation und die Google-Dienste Google Maps, Google Assistant und Google Play. Zusätzlichen Komfort und Sicherheit garantieren eine Einparkhilfe vorn, hinten und seitlich, Rückfahrkamera oder adaptiver Tempomat mit Stop & Go. Das Topmodell Evolve (ab 34.900 Euro) bietet zusätzlich einen V2L-Adapten, ein Audiosystem von Harman/Kardon, Sitzheizung vorn oder einen automatisch abblendenden Innenspiegel. Standard im Topmodell ist zudem der ProPILOT.
Bilder: Nissan