Mit dem Polestar 5 stellt die E-Marke ihr neues Flaggschiff im Segment der Performance-Grand-Tourer vor. Basierend auf der Studie Precept setzt der Stromer auf modernes Design, satte Power und 800 Volt.
Wenig überraschend zielt die chinesisch-schwedische Marke auch mit dem neuen „Fünfer“ auf das Premiumsegment. Konkurrenz findet der Polestar 5 in Modellen wie Porsche Taycan oder auch Tesla Model S. Und diese sollten gewarnt sein.
Antrieb: Bis zu 650 kW Systemleistung
Denn der Polestar 5 basiert auf der brandneuen Aluminiumplattform PPA (Polestar Performance Architecture). Samt einem integriertem NMC-Akku mit 112 kWh bzw. 106 kWh netto. Herzstück des Antriebs ist der intern entwickelte elektrische Heckmotor. Dieser steuert beim Performance allein 450 kW und 660 Nm bei. Apropos: Zur Option steht der Fünfer in zwei Versionen.
| Polestar 5 Dual Motor | Polestar 5 Performance | |
| Leistung | 550 kW/748 PS | 650 kW/884 PS |
| Drehmoment | 812 Nm | 1.015 Nm |
| Sprint 0-100 km/h | 3,9 s | 3,2 s |
| Spitze | 250 km/h | 250 km/h |
| Reichweite (WLTP) | > 670 km | > 565 km |
| Verbrauch (WLTP) | 17,6 – 18,3 kWh/100 km | 20,9 kWh/100 km |
Beide Varianten sind elektronisch auf 250 km/h Spitze begrenzt. Dank der 800-Volt-Architektur lädt der Polestar 5 mit bis zu 350 kW. So dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 % unter optimalen Bedingungen nur 22 Minuten. An der heimischen Wallbox liegen maximal 11 kW an. Je nach Markt ist der neue Polestar 5 zudem für bidirektionales Laden ausgelegt.
Polestar 5: Fahrwerk und Technik
Die Reichweite gibt Polestar mit bis zu 670 km nach WLTP an. Für zusätzliche Effizienz kann der Heckmotor bei Bedarf entkoppelt werden. Die ausgeklügelte Aerodynamik trägt ebenfalls zu mehr Reichweite bei. Versenkbare Türgriffe, eine eigens entwickelte, aerodynamisch effiziente Lichtleiste mit Heckbelüftungsdetails sowie ein integrierter Heckdiffusor drücken den Luftwiderstandsbeiwert auf 0,24 cW.

Das Fahrwerk des Polestar 5 ist auf sportliche Dynamik und hohen Komfort ausgelegt. Dafür sorgen unter anderem Adaptive MagneRide-Dämpfer (Performance-Version), die sich in Millisekunden der Fahrbahn anpassen. Den Kontakt zur Straße versprechen maßgeschneiderte Michelin-Reifen in 20 bis 22 Zoll.
Design, Innenraum und Technologie
In punkto Design fällt der schnittig gezeichnete Grand Tourer vor allem mit seiner Coupé-Linie sowie den Dual Blade Scheinwerfern auf. Serie sind übrigens Pixel-LEDs. Wie der Polestar 4 verzichtet der Polestar 5 auf eine klassische Heckscheibe. Stattdessen verfügt der Stromer über ein Panoramaglasdach mit mehr als 2 m Länge und 1,25 m Breite. Lackiert ist der Polestar 5 schließlich je nach Wunsch in sechs Fahren. Darunter zwei matte: Strom (Dunkelgrau) und Magnesium (Silber).
Innen setzt Polestar auf ein 4+1-Sitzkonzept. Soll heißen: Der Polestar 5 ist in erster Linie als Viersitzer ausgelegt. Ein fünfter (schmaler) Sitz versteckt sich unter der Mittelarmlehne im Fond. Die (Vorder)Sitze sind mit Recaro entworfen und in Charcoal MicroTech oder optional Nappaleder bezogen. Serie sind Heizung, elektrische Verstellung, Belüftung sowie Massagefunktionen. Die Sitze im Fond sind wiederum individuell neigbar. Ansonsten setzt die E-Marke auf Naturfaser und recycelte Materialien. Gepäck ist im Kofferraum mit 365 l sowie einem Frunk mit 62 l verstaut.

Der Fahrer sitzt bewusst zurückgelehnt und schaut auf ein Fahrerdisplay in neun Zoll. Dazu gibt es ein Head-up-Display in 9,5 Zoll. Zentral thront außerdem ein Hochformat-Screen in 14,5 Zoll. Das Infotainment basiert auf Android Automotive mit Google-Integration.
Polestar 5: Marktstart und Preise
Bestellbar ist der neue Grand Tourer mit fünf Metern Länge ab sofort – online. Die Preise verrät Polestar mit 119.900 Euro für den Dual Motor sowie 142.900 Euro für den Performance. Ausliefern will die Marke ab 2026.
Generell Serie sind übrigens diverse moderne Assistenten, die Polestar unter dem Begriff SmartZone bündelt. Samt elf Kameras, zwölf Ultraschallsensoren und einem Radar. Sowie dem Pilot Assist, der Tempo und Spur des Fahrzeugs bei bis zu 190 km/h anpasst. Ebenfalls Serie: ein Audiosystem mit zehn Lautsprechern. Optional geht dagegen eine Bowers & Wilkins-Anlage mit 21 Lautsprechern und 1.680 Watt.
Bilder: Polestar