Vorgestellt wurde der Suzuki e Vitara bereits Ende 2024. Ein Jahr später rollt der Nippon-Stromer endlich zu den Händlern. Und zwar ab 29.990 Euro. Zur Option stehen drei Linien und zwei Akkus.
Das hat gedauert. Endlich bringt Suzuki sein erstes vollelektrisches Fahrzeug auf den (wohlgemerkt globalen) Markt, den e Vitara. Der Stromer steht auf der neuen Plattform HEARTECT-e, die eigens „für batterieelektrische Modelle konzipiert“ ist. Es dürfte also unwahrscheinlich sein, dass der Vitara III alternativ mit Verbrenner erhältlich ist.
e Vitara mit zwei Akku-Optionen
Dafür ist der Stromer laut Hersteller mit zwei Batterien bestellbar. Der Lithium-Eisenphosphat-Akku speichert je nach Wunsch 49 oder aber 61 kWh. So ergibt sich eine Reichweite von bis zu 426 km. Mau ist allerdings die Ladeleistung. Selbst am Schnelllader braucht es 45 Minuten für eine Ladung von zehn auf 80 %. Für Wechselstrom und Wallboxen ist ein Onboardlader mit 11 kW verbaut.
Je nach Akku ist übrigens der vollelektrische Antriebsstrang „eAxle“ ausgelegt. Bei der 49-kWh-Version liefert ein vorn verbauter E-Motor 106 kW bzw. 144 PS bei 189 Nm. Beim „großen“ Akku mobilisiert der E-Motor dagegen 128 kW/174 PS. Auf Wunsch (und Aufpreis) ist der große Akku zudem mit zwei E-Motoren zu haben. In diesem Fall verbaut Suzuki einen zweiten E-Motor mit 48 kW bzw. 65 PS an der Hinterachse. Das ergibt zum einen Allrad sowie zum zweiten eine Systemleistung von 135 kW/183 PS bei 300 Nm Drehmoment.
| Akku | Antrieb | Frontmotor | Heckmotor | Reichweite | Verbrauch |
| 49 kWh | Front | 106 kW/144 PS | – | 344 km | 14,9 kWh/100 km |
| 61 kWh | Front | 128 kW/174 PS | – | 426 km | 15,1 kWh/100 km |
| 61 kWh | Allrad | 128 kW/174 PS | 48 kW/65 PS | 395 km | 16,6 kWh/100 km |
Das ALLGRIP-e getaufte elektrische Allradsystem setzt übrigens auf eine jeweils unabhängige Vorder- und Hinterachse. Dies ermöglicht Suzuki zufolge „eine präzise Ansteuerung und ein direktes Ansprechverhalten“. Für den Einsatz abseits fester Straßen ist außerdem ein spezieller Trail-Modus inbegriffen. Dieser verhindert auf unbefestigtem Untergrund das Durchdrehen der Räder und verteilt entsprechend das Antriebsmoment auf das gegenüberliegende Rad.
Suzuki e Vitara mit bekannten Design
Das Design des ersten Suzuki-Stromers ist dagegen alles andere als unbekannt. Weil auf der 2023er Studie eVX basierend. Das Design des 4,27 m langen Kompakt-SUVs erscheint jedenfalls kantig und glatt. Der Radstand von exakt 2,70 m verspricht selbst im Fond anständig Platz. Clever: Die im Verhältnis 40:20:40 separat umklappbare Rückbank ist um 16 cm verschiebbar. So gibt es entweder mehr Platz für die Passagiere oder aber mehr Ladevolumen.

Apropos: Innen setzt Suzuki auf Klavierlack und Leder. Sowie auf zwei Displays für die digitalen Instrumente und das Infotainment, die quasi eine Einheit bilden. Der Gangwechsel erfolgt nicht über einen typischen Automatikhebel, sondern über ein Drehknopf auf der Mittelkonsole. Um diesen hat Suzuki wieder die Tasten für die Fahrmodi, den speziellen Trail-Modus oder Bergan- sowie Bergabfahrhilfe platziert.
Elektro-Vitara ab knapp 30.000 Euro
Vom Band läuft der Suzuki e Vitara in Gujarat, Indien. Kein Wunder: Dort gilt Suzuki (als Maruti Suzuki) anders als in Deutschland als große Nummer. Zu haben ist der Elektro-Vitara jedenfalls ab sofort in den drei bekannten Linien Club, Comfort und Comfort+.
Die Ausstattung Club ab 29.990 Euro verspricht bereits ein volldigitales Kombiinstrument (10,25 Zoll) sowie ein zentrales Multimediadisplay (10,1 Zoll). Außerdem Navi, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, einen automatisch abblendenden Innenspiegel oder elektrisch einstell- und anklappbare Spiegel. Dazu spendiert Suzuki Einparkhilfe vorn und hinten, eine Rückfahrkamera, Alufelgen in 18 Zoll und getönte Scheiben im Fond. Kleines Manko: Die Linie Club ist allein mit dem kleinen Akku erhältlich.
Auslieferung startet am Anfang 2026
Erst die Linie Comfort ab 36.490 Euro ist mit dem großen Akku zu haben. Zusätzliche Features nennt Suzuki mit Sitzheizung (vorn) und einer Warmluftführung nach hinten. Außerdem sind Lenkrad, Außenspiegel und Teilbereiche der Frontscheibe beheizbar. Die Linie Comfort+ ab 40.490 Euro lässt dann (O-Ton Suzuki) „kaum noch Wünsche offen“. Der Fahrersitz ist zehnfach elektrisch verstellbar. Ein Glasdach verspricht Licht. Das Infinity Premium Sound System mit acht Lautsprechern sowie einem Subwoofer „ein eindrucksvolles Klangerlebnis“. Weitere Extras: eine kabellose Ladeschale für Smartphones, ein adaptiver Fernlichtassistent, eine 360-Grad-Kamera, Nebelscheinwerfer und Alufelgen in 19 Zoll.
| Akku | Antrieb | Club | Comfort | Comfort+ |
| 49 kWh | Front | 29.990 Euro | – | – |
| 61 kWh | Front | – | 36.490 Euro | 40.490 Euro |
| 61 kWh | Allrad | – | 39.490 Euro | 42.990 Euro |
Der ALLGRIP-e Allrad geht mit 3.000 Euro (Comfort) bzw. 2.500 Euro (Comfort+) extra. Weitere Optionen nennt der Hersteller mit Metallic-Lackierung (890 Euro) und Zweifarblackierung (400 Euro).
Ausliefern will Suzuki ab Anfang 2026.
Bilder: Suzuki