Seit 2024 steht der „Vierer“ beim Händler, nun folgt der nächste Streich. Mit dem Polestar 4 SUV schiebt die Performance-Marke dem ersten Crossover ein SUV hinterher. Startpreis: knapp 58.000 Euro.
Polestar rundet seine Vierer-Familie ab: Dem Crossover folgt ein SUV. Laut Hersteller verspricht dieses „noch mehr Vielseitigkeit und Funktionalität“. Freilich kein Wunder, glänzt das Kompakt-SUV doch mit einem größeren Kofferraum als das Polestar 4 Coupé.
Gepäckvolumen bis zu 1.665 l
Tatsächlich schluckt der neue SUV-Ableger bis zu 1.665 l. Selbstredend gilt der Wert bei umgeklappten Rücksitzlehnen, die 60:40 teilbar sind. Ansonsten beträgt das Volumen 530 l bis zur Oberkante der Lehnen bzw. 655 l bis zum Dach. Dazu kommt ein kleiner Frunk mit weiteren 15 l.
Optisch folgt das Polestar 4 SUV wenig überraschend dem Coupé. Neu sind die Lackierungen Aurora (helles Silbergrün) und Ozone Matte (helles Silberviolett matt), womit das Fahrzeug in acht Farben zu haben ist. Ebenfalls neu: eine Heckscheibe und der serienmäßige konventionelle Innenspiegel. Optional ist aber auch der aus dem Coupé bekannte digitale Rückspiegel erhältlich.

Apropos: Das Interieur folgt ebenfalls dem Coupé. Digitale Erlebnisse verspricht somit das bekannte horizontale Zentraldisplay und das Fahrerdisplay. Verbessert ist die Bedienfreundlichkeit: Statt sechs stehen nun neun Widgets für den Schnellzugriff parat. Sprachbefehle und sogar Dialoge sind über Google Gemini möglich. Besonders deutlich wird der Unterschied zum Coupé dann im Fond. Dank dem „aufrechten“ Heck verspricht dieses 2,5 cm mehr Kopffreiheit. Neu ist außerdem das größere Panoramaglasdach, das bis zur Heckklappe reicht und 99,5 % UV-Schutz bietet. Optional geht ein elektrochromes Glasdach, das vollständig dimmbar ist. Eine weitere Option ist ein Soundsystem von Harman Kardon mit zwölf Lautsprechern und einem 1.400-Watt-Hybridverstärker.
Polestar 4 SUV: Bis zu 630 km Reichweite
Antriebe stehen dem 4er SUV – wie dem 4er Coupé – zwei parat. Den Einstieg macht der Rear Motor mit 200 kW/272 PS und 343 Nm. Der Hecktriebler rennt in 7,3 Sekunden von null auf Tempo 100. Darüber platziert: der Dual Motor mit Allrad, 400 kW/544 PS und 686 Nm. Dieser absolviert den Sprint in nur 3,9 Sekunden.
Beiden Modellen gleich ist der Akku mit 100 kWh. Diese erlaubt dem Rear Motor bis zu 630 km, dem Dual Motor bis zu 600 km (WLTP) Reichweite. Laden ist via DC mit bis zu 200 kW möglich, per DC mit bis zu 22 kW.

Für mehr Dynamik steht – neben dem passiven Fahrwerk – ein Performance-Fahrwerk zu Option. Samt neu abgestimmten aktiven Dämpfern von ZF, Hochleistungsbremsen von Brembo mit Bremssätteln in Swedish Gold sowie neuen Rädern in 22 Zoll und Pirelli P Zero Reifen.
Polestar 4 SUV kann auch bidirektional
Davon ab kann das kompakte SUV bidirektional laden – dank Vehicle to Load (V2L). Entsprechend versorgt der Edel-Stromer bei Bedarf externe E-Geräte mit bis 3,3 kW und 16 A. Der nötige Adapter geht allerdings wieder optional. Neu ist zudem der Camping Mode. Dieser verwandelt das geparkte Polestar 4 SUV per Knopfdruck in einen klimatisierten Aufenthaltsraum. V2L und Camping Mode sind allerdings erst mit einem künftigen Software-Update verfügbar.
Ansonsten setzt Polestar einmal mehr auf Nachhaltigkeit. Sprich: emissionsarme und recycelte Materialien. Die Preise starten schließlich bei 57.900 Euro für den Rear Motor (Heckantrieb). Das Modell mit Dual Motor (Allrad) ist ab 65.900 Euro erhältlich. Die Produktion erfolgt in Busan, Südkorea. Ausliefern will Polestar ab Q4 2026.
Bilder: Polestar