Mercedes VLE 2026: Limousine, MPV & Elektro in einem

Mercedes VLE 2026: Limousine, MPV & Elektro in einem

Okay, der Mercedes VLE 2026 steht schon eine ganze Weile bei den Händlern. Dennoch: Das Fahrzeug ist eine Vorstellung mehr als wert. Kein Wunder: Der VLE ist quasi Limousine, MPV und Stromer in einem.

Vorweg: Bestellungen für den VLE sind seit Mitte April möglich. Zur Option steht der Familien-Stromer zwar derzeit nur als VLE 300, weitere Versionen sind allerdings geplant. So rollt Mercedes zum Beispiel noch in 2026 den VLE 400 4Matic ins Autohaus. 2027 folgt außerdem eine Langversion. Apropos: Die Preise des Mercedes VLE 2026 starten bei 78.348,17 Euro.

Vorerst als 300er mit 700 km Reichweite

Der von Mercedes als „Grand Limousine“ gepriesene MPV (Multi Purpose Vehicle bzw. Mehrzweckfahrzeug) besticht jedenfalls mit 800-Volt-Technologie und einem 115-kWh-Akku. So schafft der Sternen-Stromer bis zu 709 km am Stück. Danach reichen an einem Schnelllader (300 kW) 25 Minuten für eine Ladung von zehn auf 80 Prozent. In 15 Minuten zieht der VLE bereits genug Energie für bis zu 355 km. Daheim an der Wallbox liegen 22 kW an. So ist der Akku in 6,5 h geladen (0 – 100 %). Den Verbrauch nennt Mercedes übrigens mit nur 18,5 kWh/100 km (WLTP). Auch dank der Top-Aerodynamik von 0,25 cW.

Den Antrieb im VLE 300 übernimmt ein E-Motor mit 203 kW bzw. 276 PS und Frontantrieb. Der noch im aktuellen Jahr folgende VLE 400 4Matic mobilisiert dann sogar 310 kW/421 PS und setzt obendrein auf Allrad. Dank dem zusätzlichen Motor auf der Hinterachse rennt der 400er so in nur 6,5 Sekunden von null auf Tempo 100. Der NMC-Akku (Nickel-Mangan-Kobalt) ist jeweils der gleiche. Wobei Mercedes auch in diesem Punkt zum nächsten Jahr „nachbessern“ will: mit einem 80 kWh großen LFP-Akku. Dieser dürfte die Preise des VLE noch mal deutlich senken.

Mercedes VLE 2026: Airmatic Luftfederung

Platz bietet der MPV dank 5.309 mm Länge, 1.999 mm Breite und 1.951 mm Höhe sowie drei Sitzreihen bis zu acht Insassen. Dazu kommt ein Ladevolumen von fast 800 l. Bei Entfernung der verschieb- sowie vor allem herausnehmbaren und per Rollen portablen Sitze sind sogar bis zu 4.078 l drin. Die 2027er Langversion kommt dann sogar auf 5.484 mm Länge. Die Sitze (Einzelsitze und Sitzbänke) sind übrigens auf vielerlei Art konfigurierbar. Als Highlight feiert Mercedes den elektrischen Grand-Komfortsitz mit zusätzlichem Kissen, Armlehnen, Getränkehaltern, kabellosem Laden, Lordosenstütze, Massage und Wadenauflage.

Mercedes VLE 2026 Panoramascreen im Fond
Mercedes VLE 2026: Der riesige Panoramascreen im Fond

Ein weiteres Highlight des Mercedes VLE 2026 ist die Airmatic Luftfederung samt automatischer Niveauregulierung. Diese gleiche Unebenheiten in der Fahrbahn um bis zu 40 mm aus. Die verbaute Sieben-Grad-Hinterachslenkung macht den Elektro-MPV zudem extrem agil. Der Wendekreis beträgt laut Hersteller gerade mal 10,9 m. Dennoch taugt der VLE als Zugmaschine: die Anhängelast beträgt bis zu 2,5 t (gebremst).

MBUX Superscreen & Panoramadach

Im Cockpit fällt schließlich der MBUX Superscreen auf. Dieser bündelt gleich drei Displays unter einer Glasfläche. Der Screen für die digitalen Instrumente misst 10,25 Zoll, das Zentraldisplay und der Beifahrerscreen jeweils 14 Zoll. Die Steuerung übernimmt das mit KI gepimpte MB.OS (Mercedes-Benz Operating System) sowie – logo – MBUX samt dem MBUX Virtual Assistant. Updates geschehen selbstredend „over the air“. Der Clou ist zudem ein im Dachhimmel über den Fondsitzen verbauter Panoramascreen in 31,3 Zoll mit 8K, Splitscreen und 8-MP-Kamera. So erlaubt dieser neben typisches Entertainment auch Videokonferenzen.

Überhaupt stehen die Passagiere im Fokus. Das Panoramadach „Sky View“ ist von einer Ambientebeleuchtung umrahmt. Elektrische Schiebetüren rechts und links sind Standard, auf Wunsch sind diese zudem mit Hands Free aufgewertet. Die fünf, sechs, sieben oder acht Sitze sind entweder manuell oder elektrisch per MBUX und App einstellbar. Wobei bereits vier vordefinierte Konfigurationen zur Option stehen:

  • Gepäck: maximiert den Laderaum, indem die Sitze möglichst weit nach vorn gerückt sind
  • Executive: maximiert die Beinfreiheit, in dem die Sitze möglichst weit nach hinten gerückt sind
  • Personen & Gepäck: verspricht Stauraum und Beinfreiheit im Fond
  • Standard: Sitze sind (wieder) in Standard-Position gerückt

Mercedes VLE 2026 fährt auf Level 2

Davon ab bringt die „Grand Limousine“ moderne Level-2-Funktionen mit – dank MB-Drive Assist Pro. Serie ist zum Beispiel der Abstands-Assist DISTRONIC. Optional geht der MB.DRIVE ASSIST für teilautonomes Lenken auf Autobahnen und der – O-Ton Mercedes – „revolutionäre“ Spurwechselassistent. Diesem reicht ein Tippen des Blinkerhebels, die Technik macht den Rest.

Mercedes VLE 2026

Ebenfalls Serie sind

  • Rückfahrkamera,
  • Spurhaltefunktion,
  • Manövrierassistent und
  • die Ausweichlenkfunktion Plus.

Diverse MB.DRIVE Pakete rüsten den VLE weiter auf. Der Clou: Die nötigen Kameras und Sensoren sind Serie, die Nachrüstung weiterer Assistenten somit ohne Problem möglich. Entsprechend kann der VLE sogar selbständig einparken oder rückwärts rangieren.

Die Assistenten helfen zudem, Unfälle zu verhindern. Hier rückt Mercedes vor allem Pre-Safe ins Licht. Kommt es doch zu einem Unfall, sollen elf Airbags, verstellbare Kopfstützen sowie Gurtstraffer und -kraftbegrenzer das Schlimmste verhindern.

Bilder: Mercedes

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