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Honda Civic Hybrid

Anno 2002 brachte der japanische Hersteller Honda auf Basis seines Kompakten Honda Civic ein Hybridmodell auf den Markt, welches anfangs als Honda Civic IMA vermarktet wurde. IMA stand hierbei für „Integrated Motor Assist“, wobei sich diese Bezeichnung beim Kunden nicht durchsetzen konnte und die Japaner den Modellnamen 2006 in Honda Civic Hybrid änderten.

Tatsächlich hatte der Honda Civic IMA – unter dem ersten Namen – keinen großen Erfolg, in Deutschland beispielsweise setzte der japanische Hersteller in zwei Jahren weniger als 500 Hybridautos dieses Typs ab. Kurzum wurde der Honda Civic IMA zum Honda Civic Hybrid und bekam gleich einen neuen, sprich besseren Hybridantrieb eingebaut…

Markteinführung als Honda Civic IMA

Marketingtechnisch war der erste Modellname Honda Civic IMA somit schlichtweg ein Misserfolg, der „Integrated Motor Assist“ – die (fast) gleiche Hybrid-Technologie wie beim Honda Insight – wurde vom Verbraucher als Hybrid nicht (an)erkannt. Dabei nutzte der Hybrid einen 1,3-Liter-Benziner (i-DSI-i-VTEC) und einem Elektroantrieb mit 144 Volt. Allerdings setzte Honda beim Basismodell Civic auf die amerikanische (Stufenheck)Version, welche für IMA und den europäischen Markt modifiziert wurde.

Der Elektromotor war dabei so schmal konzipiert, dass er direkt auf der Kurbelwelle eingebaut und gleichzeitig als Anlasser, Lichtmaschine und „Power-Booster“ für den Benziner genutzt werden konnte. 2006 wurde mit dem Modellnamen von Honda Civic IMA in Honda Civic Hybrid dann nicht nur der Name geändert, sondern auch gleich die Hybridtechnologie.

Zum einen bekam der Elektromotor mehr Power, nämlich 158 statt 144 Volt, zum anderen wurde der Honda Civic Hybrid zum waschechten Voll-Hybrid. Tatsächlich ist es dem Honda Civic Hybrid erst seit 2006 möglich, allein elektrisch zu fahren, was eben einen echten Voll-Hybrid ausmacht – vorher war der IMA ein Mild-Hybrid und der Elektromotor nur als Unterstützung des Benziners vorgesehen.

Honda Civic Hybrid mutiert zum Voll-Hybrid

Bei Stop and Go und trägem Stadtverkehr kann der Honda Civic Hybrid jedenfalls nun allein elektrisch fahren, wobei der neue E-Motor gerade einmal 65 Millimeter breit und 30 Kilo schwer ist. Bei den Batterien setzt der Honda Civic Hybrid auf Nickel-Metallhydrid-Akkus, welche von Panasonic geliefert werden. Allerdings sind die Akkus in der Rücksitzlehne untergebacht, weswegen diese nicht umklappbar und der Kofferraum (350 Liter) somit bei Bedarf nicht vergrößert werden kann.

Der Hybridantrieb aber ist nicht ohne, beim Anfahren wie ebenso Beschleunigen etwa wirken Benziner und E-Motor zusammen, allein elektrisch anfahren kann der Honda Civic Hybrid nicht. Trotzdem spart das System Benzin, weil typisch Downsizing der Benziner verkleinert wurde, wobei dieser ab einer gewissen Geschwindigkeit allein den Antrieb übernimmt und gleichzeitig als Generator die Akkus neu lädt.

Interessant: Beim Bremsen oder im Schubantrieb werden drei der vier Zylinder des Benziners deaktiviert, der E-Motor wiederum zum Generator, womit kinetische Energie in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterien eingespeist wird. Gleichzeitig fungiert der E-Motor – als Generator – als eine Art Motorbremse. Ebenso ist im Honda Civic Hybrid ein Start-Stopp-System eingebaut, wie man das von einem Mikro-Hybrid kennt…

Honda Civic Hybrid seit 2006

Letzten Endes ist die Hybridtechnik des Honda Civic Hybrid im Gegensatz zum ersten Civic IMA deutlich voran geschritten, der Benziner legte 2006 um 20 Prozent auf 70 kW respektive 95 PS (123 Nm) zu, der E-Motor ebenfalls von 144 auf 158 Volt (103 Nm). Gegenüber dem IMA hat der Elektroantrieb sogar um 50 Prozent zulegen können, was gerade in diesem Bereich eine drastische Weiterentwicklung seitens Honda zeigt, zumal auch die Akkus um 13 Prozent verkleinert werden konnten.

Als Getriebe wird der Honda Civic Hybrid generell mit einem stufenlosen CVT-Getriebe angeboten, im März 2007 lag der Basispreis für den Hybrid bei 23.800 Euro – kurioserweise scheint es auf der deutschen Honda-Website den Honda Civic Hybrid gar nicht zu geben…

In Leistung und Verbrauch wusste hingegen schon der Honda Civic IMA zu überzeugen, brachte der 1,3-Benziner doch die gleiche Leistung wie ein 1,6-Liter-Aggregat und schluckte dabei nur 4,9 Liter auf 100 Kilometer. Prompt wurde der Motor des Honda Civic IMA 2004 mit dem „Engine of the Year“-Award prämiert, der Honda Civic Hybrid kommt gar auf einen Verbrauch von 4,6 Liter. Die Reichweite im Honda Civic Hybrid beträgt laut Honda trotz eigentlichen Benziners 1.068 Kilometer, die CO2-Emission liegt pro Kilometer bei 109 Gramm.

Anno 2007 belegte der Honda Civic Hybrid in der Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland sogar – vor dem Konkurrenten Toyota Prius – den ersten Platz, 2008 wurde der Civic Hybrid dann aber vom besagten Konkurrenzmodell auf Platz zwei verdrängt.


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