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Volvo

Hört man den Namen Volvo, denken die meisten wohl sofort an den Automobilhersteller aus dem hohem Norden, genauer aus Schweden – was jedoch nicht so ganz richtig ist. Tatsächlich versteckt sich hinter dem Namen Volvo eine schwedische Firmengruppe, die vom Truck über Busse bis hin zu Flugzeugmotoren quasi alles baut und parallel sogar noch Finanzdienstleistungen anbietet. Der eigentliche Autohersteller Volvo wiederum heißt exakt eigentlich Volvo Car Corporation, der bis 1999 zwar zur Volvo Group gehörte, dann aber an die Ford Motor Company verkauft wurde.

Volvo: Eine schwedische Geschichte

Die Geschichte von Volvo – allein als Automobilhersteller gesehen – reicht weit in die Vergangenheit zurück, nämlich bis in die 1920er Jahre. Just zu dieser Zeit heckten zwei ehemalige Arbeitskollegen, der Verkaufschef Assar Gabrielsson und der Ingenieur Gustaf Larson, die Idee und Produktion eigener Autos aus, 1924 wurde schon das erste Automobil konstruiert.

Volvo als Unternehmen selbst war zu dieser Zeit allerdings schon gegründet und bereits 1915 als Tochterunternehmen von SKF (Svenska Kullagerfabriken AB) entstanden, selbst der Name war längst geschützt. Genau bei jeder Firma hatten Gabrielsson und Larson als Kollegen zusammen gearbeitet und eben diese zwei überredeten SKF zum Automobilbau. Just wurde die Marke Volvo, seit Jahren ungenutzt, neu belebt und Gabrielsson 1927 zum Generaldirektor ernannt. Als Startkapital für die ersten Autos der Marke Volvo standen 350.000 schwedische Kronen zur Verfügung, 200.000 von SKF, 150.000 von Gabrielsson selbst.

Am 14. April 1927 war es soweit: Der erste Volvo, ein ÖV4 „Jakob“, verließ die Volvo-Werkshallen in der Nähe von Göteburg, wo der Autobauer noch heute seinen Sitz hat. Der ÖV4 war allerdings ein offenes Cabrio, ein geschlossenes Automobil war jedoch im Sommer ebenfalls fertig, der Volvo PV4. Bis 1929 baute Volvo immerhin 996 Stück dieser beiden Modelle…

Volvo: Sicherheit bringt den Erfolg

Bis Ende der 1950er Jahre, genauer bis 1958, hatte Volvo neben den ersten zwei Modellen weitere zehn entstehen lassen, mehr als 6.200 Autos pro Jahr bauten die Schweden allerdings zu jener Zeit nicht. Volvo Nummer zwölf jedoch brachte der Marke aus dem hohem Norden den internationalen Durchbruch: Der Volvo PV444, produziert von 1947 bis 1958 und in Deutschland Buckelvolvo genannt, und dessen Erbe Volvo PV544 (1958 bis 1965) wurden insgesamt 440.000 Mal verkauft.

Schon der Buckelvolvo wurde 1958 mit den nötigen Befestigungen für Dreipunktgurte ausgerüstet, ab 1958 gab es den Gurt im Volvo 544 Sport in Serie, ab 1959 in allen Volvo-Modellen. Die Sicherheit kam beim Käufer an, vom Volvo P120 „Amazon“ (1956 bis 1970) setzte Volvo gar schon 667.322 Modelle ab, inklusive Kopfstützen als neue Serienausstattung. Das Image der als besonders sicher geltenden Autos namens Volvo bescherte dem Automobilbauer vor allem in den USA einen hohen Marktanteil.

1960 bis 1973 baute Volvo den Volvo P1800, ein Sportwagen mit bis zu 124 PS, welcher besonders durch die TV-Serie „Simon Templar“ mit Kino-Star Roger Moore bekannt wurde. Die Version Volvo P1800S hält bis heute den Rekord bei den meisten Kilometern: 4,2 Millionen! Ebenso gab es eine Kombiversion, den Volvo P1800 ES, welcher im Volksmund „Schneewittchensarg“ hieß…

Viele Jahre: Volvo zeigt Ecken und Kanten

Für das Militär folgte 1974 bis 1980 der Lapplander respektive der Volvo C202 Cross Country, wobei dieser als C303/306 auch zivil verkauft und ebenso als Allrad-Version angeboten wurde. Lange Zeit wurde das Design der Volvo-Modelle zudem von Ecken und Kanten bestimmt, wobei der Volvo P164 anno 1967 quasi den Grundstein für diese typische Optik legte.

Schließlich ging Volvo gar auf Einkaufstour, anno 1975 übernahmen die Schweden die Pkw-Produktion von DAF, der DAF 66 wurde zum (optimierten) Volvo 66. Ab 1976 produzierte Volvo seine 300er-Serie in den Niederlanden, kurioserweise ging die in alle Welt außer in die USA. 1982 folgte die 700er-Serie, zuerst mit dem Volvo 760, dann in 1984 mit dem Volvo 740, schließlich sogar als Coupé. Sechs Jahre später folgte die 900er-Serie mit dem Volvo 940 und dem Volvo 960, wobei gerade die 700er-Serie als besonders langlebig galt und Laufleistungen von 600.000 Kilometern keine Seltenheit waren.

Mit dem Volvo 480 ES schufen sich die Schweden quasi ihren Urvater künftiger Modelle, nämlich einen Sport-Kombi mit Frontantrieb. Prompt folgten zwei Limousinen der Mittelklasse, der Volvo 440 und der Volvo 460, welche sich ganz gezielt an jüngere Kunden richtete – gebaut wurde die 400er-Reihe wieder in den Niederlanden.

Volvo und die Ford Motor Company

Just näherte sich Volvo mehr und mehr der Gegenwart, Anfang der 90er kam der Volvo 850 als neue Mittelklasse in den Handel. Eben jener 850 wurde nach einem Facelift in seiner Kombiversion zum Volvo V70 respektive als Limousine zum Volvo S70 – die heutigen Erben heißen Volvo S60 (Limousine) und Volvo V70 (Kombi). Parallel stellten die Schweden gar eine Offroad-Version auf die Räder, welche Volvo XC70 getauft wurde.

Just liefen die alten Modelle 440 und 460 aus, prompt tat sich in der Modellfamilie von Volvo eine Lücke auf. Diese aber wussten die Schweden recht fix neu auszufüllen, nämlich mit dem Volvo S40 und dessen Kombiversion Volvo V40. Allein entwickelt hat Volvo die Untere Mittelklasse jedoch nicht, tatsächlich erhielten die Schweden Hilfe aus Japan von Mitsubishi. Aufgrund des Joint Ventures zwischen Volvo und Mitsubishi wurde die Basis des S40 und V40 ebenso vom Mitsubishi Carisma genutzt...

Die Erben des „40“ kamen anno 2004 in den Handel, kurioserweise behielt die Limousine ihren Namen, der Kombi hingegen wurde zum Volvo V50. Statt mit Mitsubishi teilten sich die neuen 40er-Modelle ihre Plattform allerdings mit dem Ford Focus, ebenso kam zusätzlich das Coupé-Cabrio Volvo C70 ins Autohaus und selbst der Kompakte Volvo C30 ist von der neuen Unteren Mittelklasse abgeleitet wurden.

Der 900er-Serie wurde zudem von der neuen Oberklasse Volvo S80 beerbt, 1996 folgte das Coupé Volvo C70, von dem ebenfalls eine Cabrio-Version angeboten wird. Parallel legte Volvo in 2002 ein großes SUV auf, nämlich den XC90 – dessen V8 entstand in Kooperation mit Yamaha. 2008 kam der Kompakt-SUV Volvo XC60 als kleiner Bruder auf den Markt, dessen Basis die gleiche wie die vom Ford Mondeo ist.

Ein Wunder ist die gleichzeitige Nutzung der Plattformen von Volvo und Ford nicht, anno 1999 nämlich verkaufte die Volvo Group ihre Pkw-Sparte Volvo Cars an die Amerikaner.

Volvo: Staatliche Hilfe und Verkauf

Doch selbst mit Ford als neue Mutter sollte es nicht nur aufwärts gehen für Volvo, tatsächlich waren die Schweden gerade einmal gute elf Jahre eine Tochter des US-Herstellers. Die Finanzkrise 2008/2009 traf nämlich gleich beide Automobilhersteller, ebenso wie die englischen Schwestern Land Rover und Jaguar, welche an Tata Motors in Indien verkauft wurden, sollte Ford auch Volvo abstoßen – aufgrund der angespannten Finanzlage wohl nicht ganz freiwillig.

Just in 2010 jedenfalls verkaufte die US-Mutter Ford ihre schwedische Tochter an Geely, einem Automobilhersteller aus China, der für die Volvo Car Corporation 1,3 Milliarden Euro auf den Tisch legte. Vorher war Volvo allerdings schon so angeschlagen, dass der schwedische Staat einspringen und Bürgschaften über fünf Milliarden schwedische Kronen (etwa 445 Millionen Euro) gewähren musste.

Heute jedenfalls bestehen die aktuellen Modelle generell aus ein oder aber zwei Buchstaben wie ebenso zwei Zahlen. Ein „S“ kennzeichnet generell die Limousine (Sedan), ein „V“ wiederum einen Kombi (Versatile). „XC“ bedeutetet bei Volvo ein geländetaugliches Modell respektive einen SUV (Cross Country) und ein „C“ ein Coupé und Cabrio. Die zweistellige Ziffer verrät die Klassenzugehörigkeit, wobei Zahlen, welche durch 20 teilbar sind, ausschließlich den Limousinen zugeteilt werden.

Randnotiz: Wie der deutsche Premiumautobauer Audi ist Volvo lateinischen Ursprungs, wobei die Schweden im Gegensatz zur deutschen Konkurrenz keinen Namen (Horch) übersetzten, sondern einfach „ich rolle“ – auf lateinisch volvo…

Aktuelle Modelle von Volvo

Kompaktklasse:

Untere Mittelklasse:

  • Volvo S40
  • Volvo V50

Mittelklasse:

  • Volvo S60
  • Volvo V60
  • Volvo V70

Obere Mittelklasse:

  • Volvo S80

Sport Utility Vehicle:

  • Volvo XC60
  • Volvo XC70
  • Volvo XC90

Coupé:

  • Volvo C70

Elektromodell:


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