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Oldtimer-Schmierstoffe: Warum bei Oldies Obacht gilt

Zugegeben: In Elektroautos sind Schmierstoffe nicht mehr ganz so wichtig. Aber längst nicht überflüssig. Bei „Oldies“ schaut das anders aus. Was es bei Oldtimer-Schmierstoffen zu beachten gilt, verrät Green-Motors.DE.

Oldtimer Schmierstoffe

Manch ein Leser dürfte so manchen Oldie nachweinen. Dem Jaguar E-Type zum Beispiel. Einst von niemand Geringen als Enzo Ferrari als „schönstes Auto aller Zeiten“ geadelt. Kein Wunder, denn das Design des Klassikers ist schlicht zeitlos. Entsprechend überraschte Jaguar im letzten Jahr mit dem auf „Strom“ umgebauten E-Type Zero. Mehr als gelungen - und sogar möglich für eine (Klein)Serie. Ein Traum für jeden Oldtimer-Fan.

Eine ist dann auch eine schöne Vorstellung, dass künftig vielleicht weitere Oldtimer ein Comeback feiern. Und zwar als Elektroauto. Neben dem E-Type wären die alte Corvette C1, die AC Cobra oder die ersten Neunelfer wundervolle Kandidaten für einen Umbau. Sinn macht ein solcher allemal. Schließlich mutieren die „alten“ Stinker damit zu Saubermännern und das im schicken Retro-Look. Wobei zugegeben so manche alte Motoren zu schade zum „wegwerfen“ wären. Stinker hin oder her. Fakt ist: Oldtimer mit H-Kennzeichen - egal ob mit Elektroantrieb oder Original-Verbrenner - dürften wohl auch bei einem Fahrverbot in deutschen Innenstädten fahren. In Paris schaut das dagegen anders aus.

Oldtimer verlangen spezielle Schmierstoffe

Doch egal. Das Thema sind Oldtimer Schmierstoffe. Denn mit einem altem Verbrenner unter der Haube sind diverse Öle unbedingt nötig. Vor allem natürlich Motorenöl. Doch nicht nur im Motor kommen Oldtimer-Schmierstoffe zum Einsatz. Wo also sind solche Schmieröle notwendig? Zum Beispiel in oder für:

  • Motor,
  • Getriebe,
  • Hydraulik oder
  • Kühlwasserpumpen.

Also überall da, wo Zahnräder oder Zahnsegmente zum Einsatz kommen. Wo sogenannte Gleitflächen zu trennen sind. Entsprechen müssen Schmierstoffe einige Besonderheiten erfüllen. Zum Beispiel mitunter recht dünnflüssig sein. Trotzdem dürfen die Schmieröle bei hohen Temperaturen nicht austropfen. Bei kalten (Winter) obendrein weich und geschmeidig bleiben. Je nach Einsatzbereich - Motor, Getriebe, etc. - sind daher jeweils andere Öle nötig. Diese sind nach DIN unterteilt und quasi nach Beschaffenheit bzw. Konsistenz (flüssig bis sehr fest) sortiert.

Bei einem Oldtimer sind aber andere Punkte wichtig. Zum Beispiel haben Vorkriegsautos keinen Ölfilter verbaut. Daher lagern sich Verunreinigungen in der Ölwanne ab. Die Entfernung dieser Verunreinigungen erfolgt manuell - per Lappen. Bei solchen Auto ein moderne Motorenöl zu verwenden, wäre jedenfalls fatal. Folgen: erhöhter Verschleiß, verstopfte Ölleitungen, schließlich Motorschaden. Weil irgendwann keine Schmierung mehr. Ebenfalls wichtig: der Schwefelanteil. Hier ist beim Oldtimer weniger mehr. Weil ein zu hoher Schwefelanteil im Öl in Motor und Getriebe Korrosion auslösen kann. Das diese nicht erwünscht ist, dürfte wohl logisch sein.

Übrigens: Gegen ein sogenanntes Reraffinat oder Zweitraffinat - also ein Öl aus Altöl -, spricht heute nichts mehr. Rein von der Qualität sind solche Reraffinate heute kaum noch von einem Erstraffinat zu unterscheiden.

Auch Elektroautos brauchen Schmierstoffe

Ganz ohne Schmierstoffe kommen Elektroautos ebenfalls nicht aus. Trotz Elektroantrieb. Durch welchen zugegeben der größte Ölverbraucher wegfällt. Weil eben kein Verbrenner verbaut ist. Damit deutlich weniger bewegliche Teile, die nicht zu schmieren sind. Dennoch: Auch Stromer brauchen Schmierstoffe. Zum Beispiel:

  • Getriebeöl,
  • Hydrauliköl oder
  • Bremsflüssigkeit.

Tatsächlich ist Bremsflüssigkeit nichts anderes als eine Hydraulikflüssigkeit und damit ein Schmiermittel. Nach Motoröl gilt Hydrauliköl als zweitgrößter Bereich der Schmiermittel. Allein in Deutschland beträgt der Verbrauch an Hydrauliköl rund 150.000 Tonnen pro Jahr. Davon fallen um die 60.000 Tonnen - also etwas mehr als ein Drittel - auf den mobilen Bereich wie Autos. Im Endeffekt müssen jedenfalls auch Elektroautos bremsen. Wobei ein Großteil der Verzögerung direkt mit dem (E)Motor möglich ist.

Bei der Kühlung der Akkus könnte künftig ebenfalls Öl zum Einsatz kommen. Denn eine Kühlung per Wasser braucht zum einen Platz und erhöht zum zweiten das Gewicht. Verringert damit wieder die Reichweite. Eine Kühlung via Luft ist dagegen weniger effektiv. Das Fraunhofer Institut hat daher eine Idee entwickelt, die aus Wasser, Paraffin, Tenside und Glykol besteht. Paraffin ist aus Erdöl hergestellt und findet vor allem bei der Produktion von Kerzen Verwendung. Ob diese Idee aber tatsächlich einmal in die Serie findet, ist noch offen.

Fazit: Ohne Öl und Schmierstoffe kommen selbst Elektroautos nicht aus. Und zwar noch lange nicht...

Bild: MotorContent.DE


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