Dacia Spring II: weiterhin elektrisch, weiterhin günstig

Dacia Spring II 2027

Überraschung aus Rumänien: Dacia stellte die Tage die zweite Generation seines Spring vor. Dieser bleibt zu 100 Prozent elektrisch und vor allem günstig. Wofür Kunden aber Abstriche machen müssen.

Bei der Technik macht es sich Dacia jedenfalls einfach und bedient sich einmal mehr aus dem Renault-Regal. Konkret beim Renault Twingo E-Tech. Bei der französischen Mutter läuft der neue Billig-Stromer auch vom Band. Nämlich in Novio Mesto (Slowenien) – direkt neben dem Elektro-Twingo.

Bekannte (Renault)Technik

So oder so baut der Dacia Spring II auf der Kleinwagenplattform RG-EV auf. Die Neuauflage wächst um satte 13,9 cm in der Breite (ohne Spiegel) und sogar um mehr als 15 cm in der Länge. Apropos: Die Abmessungen betragen 3.855, 1.722 bzw. 1.519 mm (L/B/H), Den Radstand gibt Dacia mit 2.492 mm an, was ebenfalls ein Plus von 69 mm bedeutet. Dank den größeren Abmessungen wächst zudem der Kofferraum. Schluckte Gen1 lediglich 308 l, passen im Spring zweiter Generation 337 l rein. Wobei der Kofferraum obendrein einen herausnehmbaren Ladeboden enthält. Bei umgelegten Rücksitzen wächst das Volumen schließlich auf 1.283 l (Gen1: 1.004 l). Dazu kommt ein Frunk mit weiteren 18 l Stauraum.

Dacia Spring II Cockpit

Der Antrieb stammt eins zu eins aus dem E-Twingo. Entsprechend liefert der E-Motor 60 kW oder 82 PS bei 175 Nm. So „rennt“ der Rumäne in 12,1 Sekunden von null auf 100 Sachen. Spitze: 130 km/h. Der Akku (LFP) speichert 27,5 kWh (+ 3,2 kWh). Nach 250 km (WLTP) muss der Dacia Spring aber spätestens an die Steckdose. Top: Der Verbrauch bleibt bei maximal 12,7 kWh/100 km (WLTP). Laden per DC ist mit maximal 50 kW möglich. So ist die Batterie in 28 Minuten von 15 auf 80 Prozent geladen. Daheim liegen 11 kW an, womit das Laden 1:55 Stunden dauert. An der typischen Haushaltssteckdose verzögert sich der Vorgang schließlich auf rund 9 Stunden. Der Haken: 11-kW-AC-Lader und 50-kW-DC-Ladegerät gehören zum Power-Paket – und kosten Aufpreis. Dafür ist auch eine V2L-Funktion inbegriffen.

Dacia Spring II: Günstig mit Abstrichen

Eingepreist ist die zweite Generation ab 17.900 Euro – also typisch Dacia zum Kampfpreis. Dennoch spendieren die Rumänen bereits der Basis (Expression) 15-Zöller (Stahl), Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorn und elektrische Außenspiegel. Außerdem eine manuelle Klimaanlage, Lichtautomatik, Parksensoren hinten, eine elektrische Parkbremse und ein Media-Control-System mit USB-C-Anschluss. Sowie eine teilbare Rücksitzbank (50:50), ein geteilter Kofferraumboden, drei YouClip-Befestigungspunkte und ein verschieb- und höhenverstellbarer Fahrersitz.

Dacia Spring II 2027

Schlicht ist dafür die Farbpalette mit Agave, Gletscher Weiß, Perlmutt Schwarz und Schiefer Grau. Die besser ausgestattete Linie Journey (ab 19.400 Euro) verspricht darüber hinaus 16-Zöller (Stahl), Keycard Handsfree, Rückfahrkamera und Media Nav Live. Letzteres mit zentralem 10,1-Zoll-Screen, Navi und vernetzten Diensten sowie Android Auto und Apple CarPlay. Dazu kommen zwei USB-C-Anschlüsse und eine Gepäckraumabdeckung. Gleich ist beiden Linien ein digitales Kombiinstrument in sieben Zoll.

Bilder: Dacia / Recom Paris

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