E-Mobilität endet auf der Straße? Nein, sie beginnt bereits im Kinderzimmer – und findet sogar auf die Rennstrecke. Wenn auch nur in Form ferngesteuerter Autos im Maßstab 1:10. Dafür zu 100 Prozent nachhaltig.
Elektromobilität ist heute das große Thema. Renault 5, Nissan Leaf, Opel Astra Electric, VW ID Buzz und und und. Modelle mit E-Antrieb gibt es mittlerweile in breiter Masse. Somit für jeden Geldbeutel und jeden Bedarf. Vom Kleinwagen über die Luxus-Limo bis zum Camper. Selbst die ganz Kleinen kommen auf ihre Kosten.
RC Auto: Nachhaltig mit Elektroantrieb
Und zwar mit ferngesteuerten Autos. Quasi E-Mobilität im Kleinformat, die Nachhaltigkeit ebenso wie Spielspaß verspricht. Wobei die Mini-Renner nicht nur den Kleinen vorbehalten sind. Denn professioneller Modellsport ist längst keine Utopie mehr. Entsprechend ist das Angebot an hochwertigen ferngesteuerten Autos so breit wie tief.
Hochwertig ist in der Branche durchaus das Stichwort. Denn hochwertig heißt technisch anspruchsvoll und vor allem langlebig. Samt der Möglichkeit, defekte Modelle zu reparieren. Eben das unterscheidet diese ferngesteuerten Autos von normalen Spielzeug dann auch grundlegend.
Das Angebot an solchen Mini-Flitzern kann jedenfalls erschlagen. RC FOX zum Beispiel führt ferngesteuerte RC Autos für on- und offroad. Außerdem Großmodelle, Crawler und Scaler oder sogar Driftautos und Monstertrucks. Und diese wieder in unterschiedlichen Maßstäben von 1:76 bis 1:5. Letztere sind dann schon Maxi und messen bis zu 1,5 m. Solche Modelle gibt es übrigens auch mit Benzin- oder Nitroantrieb. Die zweite Alternative wird mit einem speziellen Gemisch aus Methanol, Öl und Nitromethan befeuert.
Ferngesteuerte Autos nach Bedarf
RS steht übrigens für Remote Controlled Cars, somit für Modellautos mit Funkfernsteuerung. Beim Kauf eines solchen Autos sind vor allem Einsatz und Antrieb interessant. Die erste Frage ist noch einfach. Was will ich mit dem Modellauto machen? Wo möchte ich dieses fahren? Entsprechend sind die Modelle ausgelegt.
- On-Road RC Cars sind für ebene Untergründe und auf Geschwindigkeit ausgelegt.
- Off-Road RC Cars sind für unebenes Gelände gedacht und verfügen daher über viel Bodenfreiheit, spezielle Reifen und gute Stoßdämpfer.
- Großmodelle im Maßstab 1:7, 1:6 und 1:5 richten sich an technikaffine Fahrer und versprechen Bastelfreude.
- RC Crawler & Scaler sind für Hindernisparcours gedacht – samt speziellem Getriebe und robusten Reifen.
- RC Drift Autos sind zum Driften auf entsprechend glattem Untergrund ausgelegt.
- RC Monster Trucks sind schließlich die Titanen. Typisch für diese ferngesteuerten Autos: große Räder und eine robuste Bauweise.
RC Modellautos: Auswahl nach Antrieb
Der Antrieb – in der Regel ist Elektro selbst für die größeren Modelle top – ist die zweite Frage. Vorteil Elektro: Solche Modelle sind leise, sauber und brauchen nur wenig Wartung. Der Akku reicht in der Regel allerdings nur für 15 bis 30 Minuten. Anschließend geht es für ein bis zwei Stunden an die Steckdose. Ersatzakku können diesem Manko jedoch abhelfen. Im Fazit gilt Elektro vor allem für Anfänger als die beste Option.

Verbrenner – also Benzin oder Nitro – versprechen wiederum einen realistischen Motorensound. Davon ab langt eine Tankfüllung für 30 bis 45 Minuten Fahrspaß. Das Tanken ist fix erledigt, womit es nach nur zwei drei Minuten weitergehen kann. Aber: Ein Verbrenner ist lauter sowie obendrein intensiver in der Wartung. Entsprechend setzt ein solches Modell mehr Aufwand und auch ein gewisses technisches Verständnis voraus.
Die nötige Fernsteuerung schafft übrigens in der Regel 50 bis 150 m. Richtig gute Steuerungen auch bis zu 200 m. Davon ab sind RC Autos sowohl für in- wie outdoor geeignet. Aber: Die meisten ferngesteuerten Autos sind lediglich spritzwassergeschützt. Richtige Nässe oder Starkregen halten die wenigsten aus. Wobei Verbrenner empfindlicher sind als Elektromodelle.
Interessant für Bastler ist noch, das Tuning sehr wohl möglich ist. Zur Option stehen andere Reifen, stärkere Motoren und Akkus, bessere Stoßdämpfer oder auch diverse Anbauteile.
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