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Mazda

Den Autohersteller Mazda respektive die Mazda Motor Corporation, kennt wohl jeder. Wie die eigene japanische Konkurrenz Toyota oder Honda ist Mazda ebenfalls im Nikkei 225 gelistet, quasi der japanische DAX. Gegründet hat den Automobilhersteller mit heutigem Sitz in Fuchu in der Präfektur Hiroshima ein gewisser Jujiro Matsuda, kurioserweise also einmal jemand, der seinen Familiennamen nicht zum Firmennamen machte.

Tatsächlich aber wird der Name „Matsuda“ so ähnlich wie Mazda ausgesprochen, doch als die Firma 1920 gegründet wurde, hieß sie nicht Mazda, sondern Toyo Cork Kogyo Co. Ltd., die ihr Geld mit der Veredlung von Kork verdiente. Der Gründungsort war die japanische Stadt Hiroshima – der Geschichte als der Ort bekannt, wo der erste Kriegseinsatz einer Atombombe stattfand. Tatsächlich wurde bei dem amerikanischen Bombenangriff das Mazda-Werk fast vollständig zerstört…

Mazda: Benannt nach einer Gottheit

Erstmals unbenannt wurde die Kork-Firma 1928, nämlich in Toyo Kogyo Co. Ltd. Bis zum Bau von Autos sollten allerdings noch ein paar Jahre vergehen, 1928 baute Mazda Motorräder und erst 1931 rollte ein Lastwagen – mit drei Rädern – aus den Werkhallen. Wirklich Autos, sprich Pkws, baut Mazda aber erst seit 1960, wo mit dem Mazda R360 ein Zweitürer auf den Markt geworfen wurde. 1962 folgte der erste Viertürer, 1963 war Mazda schon bei einer Million Autos angelangt.

Bis zum Jahr 1962 waren zudem zwei Dinge geschehen. Erstens war der neue Firmenname Mazda eingeführt, der jedoch weniger auf die ähnliche Aussprache des Firmengründers Jujiro Matsudo zurück geht, sondern auf einer zoroastrischen Gottheit: Ahura Mazda, Gott der Weisheit und der Erkenntnis. Zweitens war Mazda zwischendurch eine Kooperation mit der deutschen Firma NSU eingegangen, dem späteren Fusionspartner von der Volkswagen-Tochter Audi. Jedenfalls arbeitete Mazda mit NSU im bereich Wankelmotoren zusammen, worauf schon 1967 der erste Mazda (110 S Cosmo) mit Kreiskolben-Wankelmotor in den Handel kam.

Weitere Modelle wie der Mauda 323 oder der Mazda 626 – beide 1977 auf den Markt gebracht – trugen ihren Teil dazu bei, Mazda immer populärer zu machen. Schon 1972 hatte Mazda aufgrund seiner immer größer werdenden Popularität den Einstieg in den deutschen Markt gewagt, 1973 nahm die Mazda Motors Deutschland GmbH den Verkauf auf. 1979 allerdings zog Mazda Deutschland von Hilden nach Leverkusen (Hitdorf) um, wo heute neben dem deutschen Sitz auch der Europasitz des japanischen Herstellers zu finden ist.

Mazda und die Kooperation mit Ford

Anno 1978 brachte Mazda den RX-7 heraus, einen rassigen Sportwagen, welcher einmal mehr auf den Wankelmotor respektive Kreiskolbenmotor setzte. 1979 ging Mazda dann eine Partnerschaft mit dem US-Automobilbauer Ford ein, wobei die Amerikaner anno 1996 sich gar bei den Japanern einkaufen sollten und ab sofort 33,4 Prozent der Anteile an Mazda hielten. Tatsächlich war Ford damit nicht nur Hauptaktionär bei Mazda, sondern hatte gar den Kontrollanteil erworben.

Schlecht für Mazda war dieses Geschäft allerdings nicht, wenn auch viele wichtige Ereignisse vor dem Ford-Investment geschehen sollten. 1984 etwa wurde Mazda zur heutigen Mazda Motor Corporation, in japanisch heißt Mazda allerdings Matsuda K.K. 1991 stellten die Japaner auf der Chicago Auto Show ihren Mazda MX-8 vor, mit welchen Mazda vor allem in Europa und ebenso in Nordamerika für einen neuen Roadster-Boom sorgen sollte, den die internationale Konkurrenz schnell kopierte. Gebaut wird besagter MX-5 denn sogar heute noch, in mittlerweile dritter Generation…

Mazda im Motorsport

Eine regelrechte Sensation sollte Mazda jedoch 1991 landen, tatsächlich feierten die Japaner in diesem Jahr ihren ganz großen Durchbruch – im Motorsport! Just in 1991 nämlich gewann Mazda mit dem Mazda 787B und einem Wankelmotor mit 700 PS die legendären 24 Stunden von LeMans und das gar mit einem satten Vorsprung von zwei Runden auf den Zweiten, immerhin die britischen Raubkatzen von Jaguar.

Zum einen bedeutete dieser LeMans-Sieg der erste Sieg für einen Wankelmotor in LeMans überhaupt, zum anderen aber ebenso den ersten Sieg für einen japanischen Hersteller. Egal ob Toyota, Nissan, Honda, Mitsubishi – Mazda ist bis heute der einzige japanische Automobilbauer, der die 24 Stunden von LeMans gewinnen konnte.

Zwei Jahre später in 1993 landete Mazda seinen nächsten Coup, als auf der IAA im deutschen Frankfurt am Main der Xedos 9 gezeigt wurde, jedoch wurde die Obere Mittelklasse schon in 2002 wieder eingestellt. Richtig visionär wurde Mazda 1996, als die Japaner ihr nagelneues Fertigungssystem vorstellen, welches digital funktionierte…

Der Automobilhersteller Mazda heute

Just im neuen Jahrtausend durfte sich Mazda einmal mehr freuen: Das 35-millionste Auto namens Mazda wurde produziert, eine durchaus stolze Leistung. 2008 hingegen trennte sich Teilhaber Ford von 20 Prozent seiner Anteile an Mazda, aufgrund der Finanzkrise allerdings wohl nicht ganz freiwillig, schließlich verkauften die US-Amerikaner ein Jahr später auch ihre schwedische Tochter Volvo.

Ford jedenfalls hielt nach dem 20-Prozent-Verkauf nur noch 14,9 Prozent der Mazda-Anteile, im November 2010 wurde zudem bekannt, dass sich Ford von weiteren Anteilen trennt und schlussendlich nur noch 3,5 Prozent an Mazda halten wird. Letzten Endes hat die Ford Motor Company damit ihre Kontrolle über Mazda aufgegeben…

Mazda selbst hat heute seine Hauptwerke in Fuchu und ebenso Hiroshima, weitere (japanische) Werke betreibt der Automobilbauer zudem in Hofu, Ujina und Minami-ku (Kyoto). Im Ausland unterhält Mazda weitere Werke, beispielsweise in den USA, in Vietnam, Thailand, Taiwan, Indien, Malaysia, Kolumbien, Ecuador, Iran, Kenia oder Südafrika. Einige Modelle werden zudem in Ford-Werken gebaut…

Aktuelle Modelle von Mazda

Kleinwagen:

  • Mazda2

Kompaktklasse:

  • Mazda3

Kompaktvan:

  • Mazda5

Mittelklasse:

  • Mazda6

Roadster:

  • Mazda MX-5

Sportcoupé:

  • Mazda RX-8

Sport Utility Vehicle:

  • Mazda CX-7
  • Mazda CX-9

Pickup:

  • Mazda BT-50

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