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Volkswagen

Volkswagen, genauer die Volkswagen AG, ist in Deutschland und Europa wohl das, was Fiat beispielsweise in Italien ist oder General Motors in Amerika – einfach die Nummer eins. Tatsächlich gehören zur Volkswagen AG neben der eigenen Stamm-Marke VW etliche andere Hersteller, nämlich Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini (als Audi-Tochter), Seat, Skoda, Scania, mittlerweile gar Porsche und schließlich Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Kurioserweise ist die derzeitige Übernahme von Porsche gewisser weise so, als ob Volkswagen zu seinen Wurzeln zurück kehrt – denn der allererste Volkswagen respektive KdF-Wagen aus dem Jahr 1934 stammt aus der Feder von Ferdinand Porsche. Tatsächlich entstand zur Zeit des Dritten Reiches ein Automobil, gezeichnet eben von Ferdinand Porsche, welches für die breite Masse bestimmt war und für das eigens eine Vertriebsfirma gegründet wurde, die „Gesellschaft zur Verbreitung des Volkswagen mbH“.

Zum tatsächlichen Vertrieb des KdF-Wagen Schrägstrich Volkswagens sollte es wegen dem ausbrechenden Krieg zwar niemals kommen, der Grundstein für die Volkswagen AG aber war gelegt. Die 1938 gebaute Fabrik in Fallersleben, einem heutigen Stadtteil von Wolfsburg, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vorerst in „Wolfsburg Motor Works“, unbenannt, später erfolgte eine weitere Umbenennung in Volkswagenwerk GmbH, welche 1960 zu einer Aktiengesellschaft werden sollte – und noch später eben zur Volkswagen AG!

Volkswagen: Die Anfänge nach dem Krieg

Tatsächlich wurde die Volkswagen AG 1945 mit der „Wolfsburg Motor Works“ geboren, welche die teilweise zerstörten Werke kurzerhand übernahm und schon 1945 den ersten Käfer auf die Räder stellte. Das Problem zu dieser Zeit allerdings war die Gefahr der Werks-Demontage, so war beispielsweise Ford an den Produktionsanlagen interessiert. Drei Punkte sprachen aber gegen ein solche und letzten Endes für VW: Zum einen die Nähe zur deutsch-deutschen Grenze und somit zur Sowjetischen Besatzungszone, zum zweiten eine vollkommen falsche Einschätzung des Marktes seitens der Alliierten und schließlich zum dritten in einer durchweg schlechten Bewertung des Käfers, was dessen Technik anging.

Was aus dem VW Käfer wurde, ist mittlerweile bekannt: 21 Millionen Exemplare wurden gebaut und Volkswagen selbst ist zu einem Global-Player aufgestiegen, der in Europa quasi tonangebend ist. 1949 jedenfalls übergaben die Briten die „Wolfsburg Motor Works“ in die Hände des Landes Niedersachsen, welche die Firma in Volkswagenwerk G.m.b.H. umbenannte und prompt durfte man 1955 den einmillionsten VW feiern.

Anno 1960 sollte die Volkswagenwerk G.m.b.H. wieder privatisiert werden, weswegen das Unternehmen in eine AG umgewandelt und zur „Volkswagenwerk Aktiengesellschaft“ wurde. 60 Prozent der Aktien gelangten in den freien Handel, 20 Prozent behielt das Land Niedersachsen, die restlichen 20 Prozent die Bundesrepublik Deutschland.

Volkswagen auf Einkaufstour

Volkswagen wuchs und wuchs, 1964 übernahm man von Mercedes-Benz gar die Tochterfirma Auto Union und ließ die Marke Audi wieder auferstehen, wozu einige Jahre später noch das Unternehmen NSU kam. 1972 stellte Volkswagen den Rekord des T-Modells von Ford ein, als vom VW Käfer genau 15.007.034 Modelle hergestellt wurden.

Der Käfer wiederum sollte ebenfalls den Rekord verlieren, nämlich an den späteren VW Golf anno 2002. Zwischenzeitlich, genauer in den 1970er Jahren sollte aber auch Volkswagen in Schwierigkeiten geraten, just hier erwies sich aber die neue Tochtermarke Audi dank dem Kauf der Auto Union als Retter in der Not. Denn dank deren Technik konnte Volkswagen seine eigene Modellpalette modernisieren, so war etwa der ab 1973 bis heute gebaute VW Passat fast baugleich gewesen mit dem Audi 80 von 1972, quasi dem Vorgänger des heutigen Audi A4. 1974 folgte der VW Scirocco wie ebenso der erste Golf, 1975 brachte Volkswagen den VW Polo auf den Markt, welcher einmal mehr auf einem Audi basierte, nämlich dem Audi 50.

Volkswagen war tatsächlich recht clever und nutzte das sogenannte Baukastenprinzip, bei welchem baugleiche Teile gleich in mehreren Modellen verbaut werden, eine Strategie, welche der Wolfsburger Konzern noch heute erfolgreich umsetzt. Volkswagen wollte jedoch mehr und schaute sich die Strukturen von Ford und GM an, welche beide zahlreiche Untermarken haben und hatten. Mit Audi besaß man bereits die erste Konzern-Tochter, just legte Volkswagen 1978 die V.A.G. als Plattform auf, unter welchen die Marken Volkswagen und Audi gebündelt wurden. Aus der VW Kredit Bank GmbH wurde die V.A.G Kredit Bank GmbH, aus der VW Leasing GmbH die V.A.G. Leasing GmbH, angeschlossene Händler bekamen das jeweils gleiche Erscheinungsbild. Was allerdings V.A.G. heißt, löste Volkswagen bis heute nicht auf, allerdings konnten sich die drei Buchstaben in der breiten Masse nicht durchsetzen und die gemeinsame Marketing- und Vertriebs-Plattform wurde 1992 wieder abgeschafft…

Volkswagen und seine Tochterfirmen

Trotzdem beschritt die Volkswagen AG ihren Weg weiter und eröffnete – als erster ausländischer Autohersteller überhaupt – 1978 ein Werk in den USA, genauer in Westmoreland in Pennsylvania, welches 1988 allerdings wieder geschlossen wurde. Schon 1982 übernahm Carl H. Hahn das Kommando über die Volkswagen AG, unter welchem der deutschen Automobilbauer endgültig zum internationalen Global Player aufsteigen sollte. Zuerst einmal wurde die Volkswagenwerk AG 1985 zur heutigen Volkswagen AG.

1986 kaufte sich diese Volkswagen AG oder kurz VW mehrheitlich beim spanischen Hersteller Seat ein, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs übernahmen die Wolfsburger 1991 auch noch Skoda Auto aus Tschechien. Zwei Jahre später in 1993 gab es einen neuen Boss, nämlich einen gewissen Ferdinand Piech, einem Enkel von Ferdinand Porsche. 1993 folgte die López-Affäre um Ex-GM-Manager José Ignacio López, in welcher diesem ein Know-how-Transfer von GM zu Volkswagen vorgeworfen wurde und welche mit einer Zahlung von 100 Millionen US-Dollar von VW an General Motors endete. Zusätzlich musste die Volkswagen AG für eine Milliarde US-Dollar Bauteile von General Motors beziehen, was VW noch lange schmerzen sollte.

1995 brachte Volkswagen den VW Sharan auf den Markt, mit welchen sich die Wolfsburger im Segment der aufkommenden Vans etablierten, 1998 zauberte man wiederum den VW New Beatle hervor, welcher eine Neuauflage im Retro-Design des VW Käfer war. Ebenfalls in 1998 legte sich Volkswagen mit der Konkurrenz von BMW an, als man jeweils den berühmten englischen Edel-Hersteller Rolls Royce Motor Cars übernehmen wollte. VW gewann mit einem Gebot von 1,3 Milliarden DM, übersah allerdings, dass die Markenrechte am Hersteller quasi nicht inklusive waren und an die Mutterfirma Rolls-Royce Plc. zurückfielen. Der arbeitete im Bereich Turbinenproduktion mit BMW zusammen, weswegen Rolls-Royce Motor Cars anno 2002 von VW an BMW überging – inklusive dem Markennamen. Volkswagen hingegen konzentrierte sich auf die britische Edel-Marke Bentley, die ebenfalls 1998 aufgekauft wurden war…

Die Volkswagen AG im neuen Jahrtausend

1999 stellte Volkswagen den VW Lupo vor, ein durchaus revolutionäres Drei-Liter-Auto, dem jedoch kein kommerzieller Erfolg beschieden war. Trotzdem baute Volkswagen – ursprünglich – für den Lupo die berühmte „Gläserne Manufaktur“ im sächsischen Dresden, wo heute die Oberklasse VW Phaeton zusammen geschraubt wird.

2002 präsentierte VW ein Ein-Liter-Auto, welches aber nicht in Serie gehen sollte. Ebenfalls 2002 übernahm Bernd Pischetsrieder das VW-Ruder von Ferdinand Piech, anno 2003 büßten die Wolfsburger allerdings die Hälfte ihres Gewinns ein und gerieten quas mitten in eine Sturmfront. Die Gründe für die Misere waren schnell ausgemacht: (überdurchschnittlich) hohe Löhne und Produktionskosten. Auch der VW Phaeton, die einst groß gefeierte Oberklasse erwies sich mittlerweile eher als kommerzieller Fehlschlag, just in 2005 stieg dann Porsche mit 20 Prozent bei den Wolfsburgern ein, später in 2007 hielten die Schwaben sogar 30 Prozent.

Just in 2007 überraschte die Volkswagen AG plötzlich mit einem Wechsel an der Konzernspitze, als Martin Winterkorn die Geschäfte übernahm. 2008 platzierte sich VW als Automobilhersteller nach Toyota und General Motors in den weltweiten Top 3, just erhöhte Porsche seinen Anteil auf 35,14 Prozent, womit VW plötzlich – laut Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz – offiziell eine Tochterfirma von Porsche war.

2009 hatte Porsche gar schon 50,76 Prozent der VW-Aktien erworben und wollte sich in einem weiteren Schritt mit der Volkswagen AG vereinen, allerdings fehlte den Schwaben hierfür das nötige Kapital, da die Banken nicht mitziehen wollten. Prompt drehte Volkswagen den Spieß um und erwarb 49,9 Prozent der Porsche-Aktien, womit die Übernahme durch Porsche vom Tisch ist, beide Unternehmen mittlerweile aber verbunden sind.

Werke der Volkswagen AG

Allein die Volkswagen AG – ohne Tochterfirmen – betreibt derzeit etliche Werke im In- wie ebenso Ausland. In Deutschland etwa baut man zahlreiche seiner Modelle in den eigenen VW-Werken in Wolfsburg, Zwickau, Osnabrück, Emden, Dresden und Hannover, parallel unterhält Volkswagen zusätzliche Werke beispielsweise für die Fertigung von Motoren, einzelnen Fahrzeugteilen oder Fahrwerken in Braunschweig, Baunatal, Chemnitz und Salzgitter.

Im Ausland betreibt die Volkswagen AG ebenfalls Werke oder baut dort zumindest VW-Modelle oder einzelne Fahrzeugkomponenten für den deutschen Markt, so in der Slowakei (Bratislava, Martin), Spanien (Pamplona), China (Changchun, Dalian), Polen (Posen, Polkowice), Portugal (Palmela), Mexiko (Puebla), Brasilien (Curitiba) und Südafrika (Uitenhage). Noch weitere Werke wie in Argentinien oder in den USA werden zwar von der Volkswagen AG betrieben, bauen aber nicht für den deutschen Markt und sind somit zumindest aus der Sicht eines hiesigen Käufers eher uninteressant…

Modelle der Volkswagen AG Hauptmarke VW

Kleinstwagen:

  • VW Fox (Curitiba/Brasilien)

Kleinwagen:

  • VW Polo (Pamplona/Spanien, Uitenhage/Südafrika)

Kompaktklasse:

  • VW Golf (Wolfsburg, Zwickau, Osnabrück, Curitiba/Brasilien, Uitenhage/Südafrika)
  • VW Golf Variant (Puebla/Mexiko)
  • VW New Beatle (Puebla/Mexiko)
  • VW Jetta (Puebla/Mexiko)
  • VW Eos (Palmela/Portugal)

Mittelklasse:

  • VW Passat (Emden, Zwickau)

Oberklasse:

  • VW Phaeton (Dresden)

Coupé:

  • VW Scirocco (Palmela, Portugal)

Hochdachkombi:

  • VW Caddy Life (Posen/Polen)

Kompaktvan:

  • VW Golf Plus (Wolfsburg)
  • VW Touran (Wolfsburg)

Van:

  • VW Sharan (Palmela/Portugal)

Sport Utility Vehicle:

  • VW Tiguan (Wolfsburg)
  • VW Touareg (Bratislava/Slowakei)

Pickup:

  • VW Amarok

Kleinbus:

  • VW-Bus, VW-Transporter (VW T5) (Posen/Polen)

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