Ist das der Durchbruch für E-Autos? Laut einem Bericht hat Nissan einen Feststoffakku in der Mache, der die Reichweite verdoppeln soll. Der Clou: Binnen drei Jahren wollen die Japaner in die Serie.
Wie electrive.net in Berufung auf asia.nikkei.com (Paywall) meldet, hat Nissan den Prototypen eines neuen Feststoffakkus gebaut. Konkrete Daten zu diesem sind zwar nicht bekannt. Allerdings soll die Batterie pro Volumeneinheit doppelt so viel Energie speichern wie aktuelle Akkus. Entsprechend verdoppelt der Feststoffakku die Reichweite und besitzt obendrein eine höhere Ladeleistung. Der neue Nissan Leaf würde somit bis zu 1.200 km (75 kW) schaffen. Der Nissan Micra (52 kW) über 800 km.
Serie schon im Geschäftsjahr 2028?
Der Clou ist jedoch die Kommerzialisierung. Denn diese strebt Nissan schon für das Geschäftsjahr 2028 an. Dieses umfasst bei Nissan den April 2028 bis März 2029. Tatsächlich peilt der Autobauer die Serie von Feststoffbatterien schon länger für 2029 an. Eine Vorserie sollte ab 2025 vom Band laufen. Eine Pilotanlage in Yokohama ging diesen Januar in Betrieb. Möglich, dass der neue Prototyp zur ersten Produktion zählt.
Seit 2025 partnert Nissan übrigens mit dem US-Akkuspezialisten LiCAP. Deren Technologie preist der japanische Autobauer als „ausschlaggebend“ für die Leistungsziele des neuen Feststoffakkus. In punkto Preis strebt Nissan schließlich 75 Dollar/kWh an. Bei aktuellen Batterien liegt dieser bei 115 Dollar/kWh. Entsprechend würde Nissan die aktuellen Preise um mehr als 30 Prozent unterbieten.
Wer forscht an Feststoffbatterien?
Am Feststoffakku – in der Branche „Solid State Batteries“ (SSB) genannt – sind übrigens zahlreiche Hersteller dran. Toyota will 2028 in die Serie. Ford peilt wie Nissan 2029 an. Mercedes 2030, ebenso wie Hyundai. Volkswagen ist mit Ducati bereits am Testen und will bis Ende der Dekade marktreif sein. Dennoch: Die Entwicklung dominiert China.
Bild: Nissan – Quelle: electrive.net