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Audi e-tron quattro 2019: Bis zu 300 kW und 400 km

Die ersten Prototypen des Audi e-tron quattro 2019 rollen auf der Straße. Zuletzt verriet Audi USA den Termin der Premiere: den 17. September. Nun legt Audi schon wieder nach, mit neuen Daten zu Leistung und Rekuperation.

Audi e-tron quattro Pikes Peak

In Genf 2018 zeigte Audi (durchaus überraschend) einen Prototypen seines e-tron. Der SUV geht Ende 2018 in Serie und stellt damit - den R8 e-tron mal außen vor - den ersten Stromer der Batzis in Großserie. Dabei gilt der Audi e-tron quattro im Format des Q5 sogar als Auftakt einer ganzen e-tron Familie. Keine Überraschung: Der jüngste (und vorerst noch getarnte) Prototyp folgt dem Design der 2015er e-tron Studie.

Rupert Stadler, CEO Audi AG:

„Audi setzt mit seinem ersten rein elektrisch angetriebenen Modell einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft des Unternehmens. 2020 werden wir drei vollelektrische Automobile im Angebot haben – neben dem sportlichen SUV einen viertürigen Gran Turismo, die Serienversion des Audi e-tron Sportback concept, sowie ein Modell im Kompaktsegment. Noch vor 2025 bringen wir mehr als 20 Elektroautos und Plug-in-Hybride auf den Markt – verteilt über alle Segmente und alle Konzepte.“

Audi e-tron Prototyp: Design & Maße

Ein paar kleine Änderungen gibt es aber doch. Zum Beispiel zeigt der Viertürer nun schmale Außenspiegel. Die 2015er Studie kam noch ohne aus, die letzten Erlkönige waren mit „normalen“ Spiegeln versehen. Von der Seite zeigt der E-SUV eine fast waagerechte Fensterlinie. Dazu typisch SUV ausgestellte Radhäuser und in den Türen unten einen deutlichen Einzug. Das Dach samt Reling endet in einem Dachkantenspoiler. Das Heck ist mit schmalen Leuchten gepimpt, die ein durchgehendes Band verbindet. Im Vergleich zur Studie sind die Rücklichter jedenfalls dezenter. Was bleibt, sind schmale Scheinwerfer sowie der große „Grill“ (eine Maske) im Look des aktuellen Singleframes.

Beim Interieur bedient sich der Audi e-tron quattro am neuen Audi A8 D5. Samt dessen neuen AI Assistenten zum (teil)autonomen Fahren. Daten zu Abmessungen und Gewicht gibt es nun ebenfalls. Demnach ist der Audi e-tron Prototyp 4,88 m lang, 1,93 m breit und 1,54 m hoch. Der Radstand misst 2,91 m, der Kofferraum schluckt 615 bis 1.725 l. Manko: Das Dickschiff mit Elektroantrieb wiegt über zwei Tonnen. Die Daten dürften sich in der Serie wohl nicht wirklich bessern. Als Plattform dient dem Audi e-tron übrigens eine modifizierte Version des Modularen Längsbaukasten, kurz MLB.

Audi e-tron Prototyp: Akku und Laden

Vorteil des MLB: der tiefe Schwerpunkt. Zu diesen trägt zudem der typisch E-Auto unterflurig verbaute Akku ein. Dieser speichert wie schon in der Studie 95 kWh. Damit sind laut Audi (und nach WLTP) über 400 km möglich. Möglich übrigens, dass die Serie mit einem Solar-Dach kommt. Entsprechende Dünnschicht-Zellen mit über 25 Prozent Wirkungsgrad entwickelt Audi gerade zusammen mit Hanergy (China). Der Solar-Strom würde direkt in das Bordnetz fließen und zum Beispiel Klima oder Sitzheizung versorgen. Apropos Laden: Der e-tron verträgt bis zu 150 kW. Damit will Audi (O-Ton)

Tesla einen Schritt voraus sein.“

Tatsächlich kommt Tesla derzeit nur auf maximal 120 kW. Via DC und 150 kW soll das Laden jedenfalls nur 30 Minuten dauern.

Audi e-tron quattro: Laden daheim via connect

Update 27.04.2018

Die Tage verriet Audi ein paar weitere Details zum Thema Laden. Nach wie vor gelten bis zu 150 kW, die an Ladeleistung möglich sind. Zum Beispiel im Schnellladenetz von IONITY sein. Ende 2018 soll es laut Audi in Europa „nahezu 200“ solcher HPC-Stationen (High Power Charging) mit jeweils sechs Ladepunkten geben. Bis 2020 sind 400 Stationen in je 120 km Abstand geplant.

Für das Laden daheim plant Audi schließlich gleich mehrere Ideen. Das in Serie verbaute, mobile Ladesystem des Audi e-tron quattro erlaubt an einer Steckdose mit:

  • 230 Volt bis zu 2,3 kW Ladeleistung bzw.
  • 400 Volt bis zu 11 kW Ladeleistung.

Audi e-tron Prototyp 2018

Mit 400 Volt ist der 95-kWh-Akku in etwa 8,5 Stunden voll geladen. Mit dem Ladesystem connect (Option) kann die Ladeleistung sogar auf 22 kW verdoppelt werden. Via Heimenergie-Managementsystem bringt connect obendrein eine intelligente Ladefunktion mit. Heißt: Der Audi e-tron quattro zieht so viel Energie aus dem Hausanschluss wie möglich, ohne dabei andere elektrische Verbraucher im Haushalt lahm zu legen. Entsprechend vermeidet connect eine Überlastung des Netzes. Außerdem kann der Halter Prioritäten bestimmen. Etwa das Laden zu Zeiten, in welchen der Strom besonders günstig ist. Ist das Haus mit einer Photovoltaik-Anlage versehen, kann der Wagen bevorzugt den selbst erzeugten Strom zapfen. Hierbei bezieht das System sogar prognostizierte Sonnenscheinphasen ein.

Die Bedienung erfolgt schließlich bequem per myAudi App und somit per Smartphone oder Tablet. Mit der App sind außerdem Ladevorgänge oder Vorklimatisierung plan-, steuer- und überwachbar.

Audi e-tron Prototyp: Elektroantrieb

Zum Marktstart Ende des Jahres gibt es den Audi e-tron quattro vorerst mit drei E-Motoren. Einer vorn, zwei hinten. Zusammen liefern die Motoren 283 kW bzw. 385 PS. Die Studie kam noch auf 435 E-Pferde bzw. im Boost sogar auf 503 PS. So war der e-tron Studie ein Sprint von null auf Tempo 100 in 4,6 Sekunden sowie 210 km/h Spitze möglich.

Apropos möglich. Eventuell schiebt Audi später weitere Versionen nach. Im Gespräch ist ein Basismodell mit nur zwei E-Motoren vorn wie hinten sowie eine sportliche Variante mit über 400 PS. Diese Daten decken sich mit Infos von 2017.

250 Prototypen ab sofort auf der Straße

Vor dem Serienstart schickt Audi übrigens ab sofort eine Flotte von rund 250 Elektroautos auf die Straße. Natürlich in einem speziellen Tarnkleid, das eigens für den Audi e-tron quattro Prototypen designt wurde. Audi will mit dieser Flotte testen, wie sich der Stromer in verschiedenen Klimazonen macht. Außerdem steht die Ladetechnik im Fokus.

In Norwegen und Österreich ist der Audi e-tron quattro übrigens schon zu reservieren. Preise zum Serienmodell sind ebenfalls schon vage bekannt. Laut Audi-Chef Rupert Stadler startet der e-tron bei rund 80.000 Euro. Zum Vergleich: Der in Genf gerade vorgestellte Jaguar i-Pace beginnt bei knapp 78.000 Euro. 2019 folgt dem e-tron jedenfalls schon der nächste e-tron Spross, der e-tron Sportback.

Audi e-tron quattro Weltpremiere verschoben

Update 28.06.2018

Audi macht seinem Ruf als Weltmeister von Ankündigungen alle Ehre. Denn die Bayern sagten gerade die Weltpremiere des Audi e-tron quattro ab. Geplant war diese für den (ebenfalls abgesagten) Audi Summit am 30. und 31. August 2018 in Brüssel. Also dort, wo künftig die Produktion des Elektroautos erfolgt. Der Marktstart soll dennoch wie geplant Ende 2019 stattfinden.

Die Absage der Premiere erfolgte übrigens aus „organisatorischen Gründen“, wie es bei diversen Medien heißt. Möglich allerdings, dass der wahre Grund Rupert Stadler heißt. Schließlich sitzt der Audi-Chef seit dem 17. Juni in U-Haft.

Der neue kommissarische CEO Abraham Schot hat die Premiere jedenfalls in die USA verlegt. Möglicher Termin: der 17. September und zwar in San Francisco. Offiziell ist dieser Termin seitens Audi allerdings nicht. Doch an dem Termin gedenken die Ingolstädter wohl ihren Audi Summit nachzuholen. Wobei die USA als (neuer) Ort der Premiere mehr als Sinn macht. Denn in den Staaten - speziell in Kalifornien - ist Tesla beheimatet. Und der Audi e-tron gilt allgemein als Tesla-Fighter.

Möglich aber auch, dass der Grund der Absage gar nichts mit Stadler zu tun und in der Homologation liegt. Ob diese bis zum (abgesagten) Summit in Brüssel fertig gewesen wäre, ist wohl fraglich. Ohne Homologation hätte Audi bei der Premiere aber der Presse Daten nennen müssen, die für Vertrieb und Kunden noch nicht offiziell wären. Bei der aktuellen Lage des Hersteller - Stichwort Dieselgate - keine gute Idee.

Audi e-tron 2019: Erste Bilder vom Interieur

Update 12.07.2018

Die Tage zeigte Audi den Stromer in Kopenhagen und zwar von innen. Nebenbei enthüllte Audi ein paar neue Details. So wird der e-tron das erste Fahrzeug mit virtuellen Außenspiegeln - sprich Kameras statt Spiegel. Diese wieder zeigen ihre Bilder auf OLED-Displays in sieben Zoll. Der Clou: Per Touch kann der Fahrer aus verschiedenen Einstellungen wählen. Beispielsweise kann der Bildausschnitt verschoben, ein- oder ausgezoomt werden. Dazu stehen im MMI-System drei Ansichten parat: für die Autobahn, für das Abbiegen oder Parken.

Audi e-tron 2019 Interieur

Ansonsten besteht das Interieur des Audi e-tron 2019 aus einem großen Bogen - dem „Wrap-around“ -, der ausgeprägten horizontalen Linien folgt. Serie ist wenig überraschend das digitale Audi virtual cockpit, während die virtuellen Außenspiegel als Option Aufpreis kosten. Auch die Mittelkonsole auf offenen Seitenwänden preist Audi als Blickfang. Im Fazit ist das Cockpit deutlich auf den Fahrer ausgerichtet.

Die übrigen Passagiere freuen sich über edles Leder, gebürstetes Aluminium oder (optional) einem Kontur- und Ambiente-Lichtpaket. Außerdem dank 2.928 mm Radstand über reichlich Platz. Im Fond sorgt obendrein ein flaches Plateau statt dem typischen Mitteltunnel für zusätzlichen Freiraum. Davon ab verspricht Audi eine ganze neue Ruhe an Bord. Dank Elektroantrieb und spezieller Dämmung bzw. Abdichtung sollen selbst typische Windgeräusche ab 85 km/h kaum zu hören sein. Auf der anderen Seite sorgt ein Premium-Soundsystem von Bang & Olufsen mit 705 Watt Leistung und 16 Lautsprechern für satten 3D-Klang.

Audi USA: Premiere am 17. September 2018

Update: 30.07.2018

Nun ist es offiziell: Der Audi e-tron quattro debütiert am 17. September 2018. Das twitterte zumindest gerade Audi USA. Wobei der Termin zugegeben keine Überraschung ist und schon seit der Absage der Premiere in Brüssel - wo später die Produktion erfolgt - durch die Medien geisterte.

Mehr noch: Audi USA will am 17. September nicht nur sämtliche technischen Daten und Preise des ersten Audi-Stromers offenlegen, sondern parallel den Online-Konfigurator freischalten. Heißt: Ab dem 17. September ist der Audi e-tron quattro (zumindest in den USA) zu bestellen. In Deutschland soll das Elektroauto bekanntlich bei rund 80.000 Euro starten.

Ob der e-tron noch 2018 im Verkauf steht, ist allerdings fraglich. Laut Audi USA ist es wohl erst Anfang 2019 so weit. Ob der Verkauf in Europa früher startet ist ebenfalls nicht gewiss. Zwar wird der e-tron hier gebaut, die USA sind aber nach wie vor einer der wichtigsten Automärkte überhaupt.

Volle Rekuperation: e-tron quattro am Pikes Peak

Update: 09.08.2018

Knapp sechs Wochen vor der Premiere weckt Audi einmal mehr Neugier. Am 4.302 m hohen Pikes Peak musste sich der e-tron gerade beweisen. Allerdings mehr in Hinsicht auf die Rekuperation. Die scheint top: Laut Audi schafft der e-tron bis zu 30 Prozent mehr Reichweite dank Energierückgewinnung. Audi zufolge bringt sogar jeder Kilometer bergab einen Kilometer mehr Reichweite, wie die Talfahrt vom Pikes Peak ergab. Kleines Aber: Der Pikes Peak bietet auf 31 km Streckenlänge fast 1.900 m Höhenunterschied. In der Praxis dürfte das eher selten vorkommen. Der Audi e-tron quattro rekuperiert jedenfalls mit bis zu 300 Nm Drehmoment und 220 kW (299 PS). Das entspricht über 70 Prozent der eigentlichen Antriebsleistung, was bisher kein Serienmodell schafft.

Möglich macht es - neben den zwei E-Motoren - ein elektrohydraulisch integriertes Bremsregelsystem, das gleich drei Arten der Rekuperation kombiniert. Die manuelle Schubrekuperation per Schaltwippen, die automatische Schubrekuperation über den prädiktiven Effizienzassistenten und die Bremsrekuperation mit fließendem Übergang zwischen elektrischem und hydraulischem Verzögern. Ohne Einsatz der Bremsen rekuperiert der Audi e-tron-Prototyp bis 0,3 g allein über die E-Maschinen. Das wäre bei mehr als 90 Prozent aller Verzögerungen der Fall. Über 0,3 g schalten sich die Radbremsen zu. In der höchsten Stufe kann der Fahrer sogar allein über das Gaspedal beschleunigen oder verzögern. Nebeneffekt: Die Bremsanlage verkürzt den Bremsweg gegenüber konventionellen Anlagen um bis zu 20 Prozent.

Apropos Zahlen: Audi verrät quasi nebenbei eine Systemleistung von bis zu 300 kW (408 PS) und 664 Nm, die das SUV in unter sechs Sekunden von null auf Tempo 100 powern. Nach WLTP schafft der Audi e-tron quattro zudem mehr als 400 km. Bei zwei Motoren (Asynchron) auf Vorder- und Hinterachse bleibt es also. Die Spitzenleistung von 300 kW steht aber nur für bis zu 60 Sekunden parat. In der Fahrstufe S ist der Boost-Modus aktivierbar - für acht Sekunden. Die Dauerleistung ist mit 265 kW (360 PS) und 561 Nm aber kaum schlechter. Die Spitze des Stromers ist bei 200 km/h abgeregelt.

Bild & Video: Audi


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