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Nissan Leaf

Leaf ist der Modellname eines neuen Kompaktmodells, das der japanische Hersteller Nissan 2010 auf den Markt brachte. Die Besonderheit des Nissan Leaf liegt allerdings weniger im „Format“ als vielmehr in der Technik, denn ausgelegt ist das Modell als reines Elektroauto.

Nissan Leaf Studie 2010
Typisch Nippon: 2010er Nissan Leaf-Studie als Rechtslenker

Wenig überraschend sorgte der Nissan Leaf daher für einige Furore, gilt das „Blatt“ doch als eines der ersten Stromer in Großserie. Der Modellname des Nissan Leaf steht übrigens weniger für „Blatt“ als vielmehr für „Leading, Environmentally Friendly, Affordable, Family Car“, was übersetzt so viel wie „(An)führen, umweltfreundlich, erschwinglich, familienfreundlich“ heißt...

Nissan Leaf: Erstes Elektroauto in Großserie
Für den Hersteller jedenfalls ist der Nissan Leaf das erste Elektromodell in Großserie, wobei Elektroautos in der 1999 geschmiedeten Renault-Nissan-Allianz mittlerweile der große Trend sind. Vorgestellt wurde der Nissan Leaf im August 2009 in Yokohama, Dezember 2010 kam das Elektroauto in Japan wie ebenso in den USA auf den Markt. Europa folgte im Januar 2010, zuerst Portugal, dann Irland und Großbritannien (März), Niederlande (Juni), 2012 quasi der europäische Rest.

Nissan Leaf
Das Serienmodell: Der Nissan Leaf setzt allein auf Elektro-Power...

Die Konkurrenz ist klar anvisiert, neben anderen Stromern wie Mitsubishi i-MiEV, Peugeot iOn, Citroen C-Zero oder smart ed zielt der Nissan Leaf vor allem auf andere elektrische Kompakte wie Ford Focus Electric oder Chevrolet Volt und Opel Ampera. Die zwei letztgenannten setzen jedoch auf einen Range Extender und haben gegenüber dem Nissan Leaf einen deutlichen Reichweitenvorteil, setzt der Japaner doch allein auf Elektroantrieb statt einem verkappten Plug-in-Hybrid respektive serieller Hybrid.

Leaf: Nissan visiert hohe Verkaufszahlen an
Nissan scheint sich seiner Sache mit dem elektrischen Leaf sicher, allein in Japan rechnet der Hersteller mit 180.000 verkauften Modellen pro Jahr. In den USA will man die gleiche Anzahl absetzen, in Europa um die 50.000 Fahrzeuge. Im Vergleich zur Kleinstwagen-Konkurrenz von Mitsubishi, Peugeot oder Citroen bietet der Nissan Leaf Platz für fünf Insassen, allein elektrisch sind zudem 145 km/h Spitze und 175 km Reichweite.

Nissan Leaf
Maximal 175 km Reichweite: Die Akkus des Nissan Leaf...

Der Elektromotor bietet übrigens 80 kW oder 109 PS bei 280 Nm Drehmoment, der Sprint von null auf 100 km/h dauert knappe zwölf Sekunden. Als Energiespeicher dienen dem Nissan Leaf derzeit gängige Lithium-Ionen-Akkus mit 24 kWh, die bei 230 Volt nach sechs bis acht Stunden frisch geladen sind, bei 400 Volt in 30 Minuten zu 80 Prozent. Dank Rekuperation bei Schub oder Bremsen ähnlich einem Mikrohybrid gewinnt der Nippon-Stromer außerdem ständig Energie zurück.

Nissan Leaf: Typisch Stromer dolle teuer
Typisch Elektro- und Hybridautos ist der Nissan Leaf aber vor allem eines, teuer. Zuerst sollte der Kompakte in Europa und somit Deutschland unter 20.000 Euro kosten, aktuell scheint man von dieser Summe mit 36.990 Euro (Stand 05/2012) arg weit entfernt. Tatsächlich sind einige Konkurrenten (deutlich) günstiger, das Trio i-MiEV, iOn und C-Zero liegt bei rund 29.000 Euro, Allianz-Partner Renault unterbietet den japanischen Partner mit seinen Elektromodellen Twizy, Zoe, Fluence ZE und Kangoo ZE ebenfalls und geradezu gnadenlos, verleast allerdings die Akkus extra.

Nissan Leaf

Auch der Mitte 2012 neue smart electric drive kostet ersten Angaben unter 20.000 Euro, lediglich das GM-Duo Ampera und Volt mit Reichweitenverlängerer sind um einiges teurer. Selbst in der japanischen Heimat kostet der Nissan Leaf rund 30.000 Euro, weswegen der Elektro-Kompakte prompt von der heimischen Presse zerrissen wurde. Gegen die gefeierte Konkurrenz von Toyota Prius sieht Nissan jedenfalls blass aus, wobei der wiederum ein Hybrid und kein Elektroauto ist. Von der (eigenen) Technik scheint Nissan dann auch überzeugt, denn der Elektroantrieb des Leaf wird ebenfalls im Nissan e-NV200 zum Einsatz kommen, der 2013 in Serie gehen wird.

Nissan Leaf: Kleine Erfolge und Serienausstattung
Zumindest in Norwegen kommt der Nissan Leaf gut an, 2012 wurden in nur sechs Monaten 1.000 Elektroautos verkauft. In den USA hingegen verliert Nissan - immerhin World Car of the Year 2011 - mit dem elektrischen Leaf regelmäßig gegen die Konkurrenz von General Motors und Toyota, wie beispielsweise der April 2012 zeigte.

Nissan Leaf
Innenansicht: Das Interieur des Nissan Leaf (Fotos © Nissan)

An der Serienausstattung des Nissan Leaf liegen die schlechten Zahlen sicher nicht, für Komfort sorgen elektrische Spiegel, Lederlenkrad, Freisprecheinrichtung, Multimediasystem inklusive 7-Zoll-Touchscreen, Navi und Rückfahrkamera, Klimaautomatik oder Tempomat. Für die Sicherheit sind neben Fahrer-, Beifahrer-, Seiten- sowie Kopfairbags ABS und ESP, Regensensor, Bremsassistent, Isofix-Kindersitzbefestigung, Nebelschlussleuchten oder LED-Hauptscheinwerfer eingebaut. Im Euo NCAP fuhr der Nissan Leaf prompt und als erstes Elektroauto fünf Sterne ein...

Datenblatt: Technische Daten Nissan Leaf

Fahrzeug & Maße

  • Klasse: Kompaktklasse, Fünfsitzer
  • Karosserie: Schrägheck, Fünftürer
  • Länge: 4.445 mm
  • Breite: 1.770 mm
  • Höhe: 1.550 mm
  • Radstand: 2.700 mm
  • Spur: 1.535/1.535 mm (vorn/hinten)
  • Gewicht: 1.642 kg*
  • Kofferraum: 330 bis 680 l

* inklusive Fahrer (75 kg)

Motor & Antrieb

  • Motor: Wechselstrom-Synchronelektromotor
  • Leistung: 80/109 kW/PS
  • Drehmoment: 280 Nm
  • Batterie: Lithium-Ionen-Akkus
  • Kapazität: 24 kWh
  • Ladezeit: 6 bis 8 h/230 Volt, 30 min/400 Volt (80%)
  • Antrieb: Frontantrieb
  • Getriebe: einstufiges Automatikgetriebe

Fahrleistungen & Preis

  • Spitze: 144 km/h
  • 0 - 100 km/h: 11,5 s
  • Reichweite: 199 km (NEFZ)
  • Preis: 23.790 Euro ohne Akku/29.690 Euro mit Akku

Bilder: Nissan - zuletzt aktualisiert: 16.09.2014


Extra: Alle Antworten zur Prämie

Förderung Elektroautos und Plug-in-Hybridautos

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